Mittwoch, 06.04.2011

Russischer Militärjet Su-27 bei Wladiwostok abgestürzt

Wladiwostok. Erneut ist ein russisches Militärflugzeug abgestürzt. In der russischen Pazifikregion Primorje ist eine Su-27 bei einem Trainingsflug verunglückt. Der Pilot konnte sich aus dem Cockpit katapultieren.
Das Flugzeug soll sich zur Wartung im Flugzeugreparaturwerk von Artjom, einer Kleinstadt unweit von Wladiwostok befunden haben. Laut Verteidigungsministerium ist die Maschine zu einem Trainingsflug aufgestiegen.

Die genauen Details des Unglücks sind noch unbekannt. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen technischen Defekt handelt, ein Aggregat sei vermutlich ausgefallen, heißt es.

Der Pilot konnte sich per Schleudersitz retten. Die Suchtrupps haben ihn einige Zeit nach dem Absturz gefunden. Sein Zustand gilt als zufriedenstellend.

Es ist nicht der erste Vorfall, bei dem ein Su-Kampfjet vom Himmel fällt. 2005 stürzte eine Su-27 in Litauen ab nahe der Grenze zu Kaliningrad ab, was einen Skandal verursachte, da die Litauer ihren Luftraum als verletzt ansahen.

2008 kam bei Ussurisk der Pilot beim Absturz seiner Su-27 ums Leben. 2009, beim Moskauer Luftfahrtsalon MAKS kollidierten zwei Su-27 der Elite-Einheit "Russkije Witjasy". Dabei kamen der Kommandeur der Einheit und eine Moskauerin ums Leben. Das Flugzeug war auf ihre Datscha gestürzt.

2010 gab es gar zwei Unfälle mit einer Su-27, beide ereigneten sich im Fernen Osten Russlands. Dabei kam ebenfalls ein Pilot ums Leben.