Dienstag, 05.10.2010

Russisches Atom-U-Boot für Indien läuft verspätet aus

Chabarowsk. Russland wird das Atom-U-Boot Nerpa an Indien mit Verspätung ausliefern. Es gebe kleine Störungen, erklärte ein hochrangiger Beamter aus der Regionalverwaltung von Chabarowsk.
Nach seinen Angaben sind die Störungen nicht auf die Arbeit der U-Boot-Konstrukteure selbst, sondern auf Zulieferer zurückzuführen. Welche konkreten Zubehörteile fehlerhaft arbeiten, wollte er nicht verraten.

"Spezifische Apparate, die für die normale Arbeit des U-Boots unerlässlich sind. 500 Meter unter dem Meeresspiegel kann sogar eine übergekochte Pfanne, eigentlich jeder Fehler, kritisch werden. Es gibt keine zweitrangigen Apparate", sagte er.

Zuvor gab es Informationen, dass das U-Boot in großer Tiefe Probleme mit der Schallisolierung hat. Ein Mitarbeiter der Fabrik wollte nicht ausschließen, dass die Probleme durch die lange Bauzeit des U-Boots aufgetaucht sind.

Die Nerpa wird seit 1991 gebaut. Das Atom-U-Boot soll an Indien zur Pacht übergeben werden. Die indischen Streitkräfte sollen das Atom-U-Boot für zehn Jahre nutzen, ehe es wieder nach Russland zurückkommt.