Dienstag, 09.06.2009

Russland: Gen-modifiziertes Getreide für die Welt

Moskau/St.Petersburg. Russland will auf 20 Mio Hektar Land, das bisher ungenutzt ist, zusammen mit Auslandsinvestoren Gemeinschaftsunternehmen zum Getreideanbau bilden. Angebaut werden könnte auch gen-modifiziertes Getreide, sagt Vizepremier Subkow.
Russland könne so zur Überwindung der Welternährungskrise beitragen, sagte Vizepremier Viktor Subkow auf dem "Internationalen Getreideforum" in St.Petersburg. Wenn eine Milliarde Menschen Hunger leide, sei es unvernünftig, "traditionelle Resourcen zu Biotreibstoff" zu verarbeiten, sagte Subkow. Russland habe genug andere Energiereserven.

Russland werde aber durchaus neue Flächen für Biotreibstoffproduktion erschliessen, erklärte der Vizepremier.

Konkrete Pläne für die Bildung von Gemeinschaftsunternehmen scheint es aber bisher noch nicht zu geben, zumal auch die konkreten rechtlichen Rahmenbedingungen für solche Internationalen LPGs noch unbekannt sind. Joint Ventures (JV) waren vor 20 Jahren die einzig mögliche Form von Auslandsinvestitionen in der Sowjetunion.

Der Anbau von genmodifiziertem Getreide sei dabei nicht ausgeschlossen, sagte Subkow, da anders die nötigen Produktionsziffern nicht erreichbar seien.