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Donnerstag, 22.10.2009
Russland liefert Iran keine Flugabwehr-Raketen S-300
Moskau. Russland verzichtet aus politischen Gründen offenbar auf eine 2007 vereinbarte Lieferung des Raketensystems S-300 im Gegenwert von 1 Mrd. Dollar. Dies berichten russische Medien unter Berufung auf Quellen im Rüstungssektor.
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Die USA und Israel hatten wiederholt an Russland appelliert, auf die Auslieferung der iranischen Bestellung von fünf Einheiten des Flugabwehr-Raketensystems zu verzichten. Widersprüchlich sind die Informationen darüber, ob der Iran schon Vorauszahlungen für die S-300 entrichtet hat.
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Angeblich sind die Waffensysteme für den Iran vom Hersteller NPO Almas-Antej bereits fertig gestellt, wurden bislang aber vom Kreml zurückgehalten.
Saudi-Arabien hatte Russland erste Anfang Oktober aufgefordert, dem Iran das Raketensystem nicht zu liefern. Im Gegenzug boten die Saudis an, die S-300 sowie weitere russische Waffensysteme in weit größeren Gegenwert zu kaufen.
Der Verzicht auf die Auslieferung könnte eine Gegenleistung für die unlängst erfolgte amerikanische Aufkündigung der europäischen Raketenabwehr-Pläne sein.
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Allerdings dürfte sie nach Expertenmeinung auch bedeuten, dass Russland auf längere Zeit den Iran als Kunden seines Rüstungssektors verliert.
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