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Donnerstag, 11.12.2008
Aktualisiert 12.12.2008 10:44
Russland morgen: Vier Demos zum Verfassungstag
Moskau. Morgen jährt sich die Annahme der russischen Verfassung zum 15. Mal. Aus diesem Grund finden in Moskau vier Kundgebungen statt – aus den verschiedensten Ecken des politischen Spektrums.
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Die Kreml-Hauspartei „Einiges Russland“ zollt der Tatsache Tribut, dass der 12. Dezember kein Feiertag mehr ist: Das geplante kurze Meeting auf am Puschkin-Platz soll schon um 9 Uhr morgens beginnen – und dennoch 5.000 Teilnehmer mobilisieren.
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Die Kreml-Jugendbewegung „Naschi“ versammelt sich um 12 Uhr auf dem Wassiljewski Spusk an der Basilius-Kathedrale am Roten Platz, um dort eine „Miss Konstituzia“ zu wählen. Bei der Anmeldung des Happenings war von 3.000 Teilnehmern die Rede.
Die oppositionelle liberale Klein-Partei Jabloko wird ab 13 Uhr auf dem Bolotnaja-Platz auf der anderen Moskwa-Seite (gegenüber vom Kreml in der Grünanlage vor der EU-Vertretung) gegen die schon beschlossene Verfassungsänderung zur Verlängerung der Amtszeiten von Präsident und Duma protestieren.
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Um 18 Uhr ruft die rechtsgerichtete „Bewegung gegen die illegale Immigration“ und die „Slawische Union“ ihre Anhänger auf dem Tschistoprudny Boulevard (Parkgelände an der Metrostation Tschistyje Prudy - Saubere Teiche).
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Ein von der Oppositionsbewegung „Anderes Russland“ für 14 Uhr am Sonntag geplanter „Marsch der Unzufriedenen“ vom Triumph-Platz (Majakowski Denkmal) zum Theaterplatz (am Bolschoi-Theater) wurde von den Moskauer Behörden hingegen nicht genehmigt. Die Veranstalter wiesen alternativ angebotene Orte mit der Begründung zurück, sie hätten den Treffpunkt schon bekannt gegeben.
Von allen vier Veranstaltungen würde wohl nur diese Demonstration über die Twerskaja Straße vom Majakowski-Denkmal zum Bolschoi-Theater zu schweren Verkehrsbehinderungen führen.
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Die Oppositionellen Garri Kasparow und Eduard Limonow kündigten an, dass sich ihre Anhänger trotzdem am Majakowski-Denkmal versammeln werden – und die Moskauer Behörden erklärten, sie würden dann „im Rahmen des Gesetzes“ vorgehen.
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