Donnerstag, 24.07.2008

Russland: Zusammenarbeit mit McCain und auch Obama

Moskau. Russland will Kontinuität in der Zusammenarbeit mit den USA – unabhängig vom Ausgang der Präsidentschaftswahlen im Herbst 2008. Das erklärte heute der Chef des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrats, dem Oberhaus des russischen Parlaments.
„Sowohl McCains Russland-Berater als auch die Russland-Berater Obamas sind alte Bekannte“, so Margelow bei einer Pressekonferenz in Moskau. Die Berater hätten bereits den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton beraten. „Das sind alles Leute, mit denen wir uns einigen können“, sagte Margelow.

Margelow lenkte die Aufmerksamkeit auf eine Äußerung McCains, der sich über die Weiterverbreitung von Atomwaffen besorgt gezeigt hatte. Auch Russland habe Sorge wegen eines möglichen neuen Wettrüstens. „Wir erinnern uns gut an die sowjetische Vergangenheit und wie negativ sich das Wettrüsten auf unsere Wirtschaft auswirkte. Wir wollen eine Wiederholung dieses Fehlers vermeiden“, so Margelow.

Aus dem Stab des Kandidaten Obama sei durchgedrungen, dass die Demokraten bei einem Wahlsieg die Clinton-Politik nicht zu hundert Prozent wiederholen wollten. Pragmatismus gehe diesmal für Ideologie im Dialog mit Russland.