Montag, 27.08.2012

Schiff blockiert: Greenpeace protestiert gegen Gazprom

Archangelsk. Greenpeace-Aktivisten haben erneut eine Protestaktion gegen die von Gazprom angestrebte Ölförderung in arktischen Gewässern unternommen: Heute blockierten sie ein Schiff, das Arbeiter zu einer Bohrplattform bringen sollte.

Von zwei Schlauchbooten aus ketteten sich bis zu 14 Greenpeace-Leute an die Ankerkette der „Anna Achmatowa“. Die Schiffsbesatzung versuchte, mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen die Umweltaktivisten zu vergraulen, was jedoch nicht gelang.

Das Schiff sollte Personal zur Bohrplattform „Proraslomnaja“ bringen, von der aus Erkundungsbohrungen im Schelf der Barentssee gemacht werden. Die Bohrinsel war bereits am Freitag von Greenpeace geentert worden: 15 Stunden lang hatten sich mehrere Aktivisten an der Bordwand der Plattform an Seilen festgebunden und dort auch eine Art Schutzhütte befestigt.

Nach Greenpeace-.Angaben wurde die Aktion abgebrochen, nachdem Personal der Plattform mit Eisenteilen nach den Aktivisten geworfen hatte. Nachdem auf diese Weise das Zelt zerfetzt und der Helm von Greenpeace-Chef Kumi Naidoo gesprungen war, zogen sich die grünen Kämpfer zurück.

Laut Greenpeace hat Gazprom anders als angekündigt in den letzten zwei Tagen keinen Kontakt mit der Umweltorganisation aufgenommen hat.