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Donnerstag, 20.11.2008
Schusswechsel an georgisch-abchasischer Grenze
Tiflis/Suchumi. An der Demarkationslinie zwischen Georgien und Abchasien ist es heute Morgen zu einem 40 Minuten dauernden Scharmützel zwischen georgischen Polizisten und abchasischen Grenzschützern gekommen.
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Wie in dem Konflikt üblich, beschuldigten beide Seiten den Gegner, für das gescheen verantwortlich zu sein. Die georgischen Behörden erklärten, ein Polizeiposten im Grenzdorf Ganmuchura sei von der abchasischen Seite aus automatischen Waffen beschossen worden, worauf man das Feuer erwiderte.
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Die Abchasier wollen hingegen eine georgische Patrouille auf ihrem Gebiet erwischt haben. Beim Versuch , sie zu stellen, sei es zu dem Schusswechsel gekommen, bis sich die Georgier zurückgezogen hätten.
Beide Seiten machten keine Angaben über Opfer des Geschehens.
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EU-moderierte Gespräche in Genf ohne Erfolg Gestern war in Genf die zweite Runde der Friedensverhandlungen unter EU-Regie ergebnislos beendet worden. Als Erfolg konnte nur verbucht werden, dass die Gespräche nicht vorzeitig und mit einem Skandal abgebrochen werden mussten.
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Dies gelang allerdings nur, weil auf die eigentlich geplante Plenarsitzung verzichtet wurde und nur formlose Gespräche in Arbeitsgruppen stattfanden. Georgien hatte sich dagegen ausgesprochen, dass Delegationen aus Südossetien und Abchasien gleichberechtigt an der Sitzung teilnehmen. Die Vertreter der beiden abtrünnigen Republiken hatten sich ihrerseits darauf versteift, dass sie nur teilnehmen, wenn sie ebenbürtig mit den anderen Verhandlungsteilnehmern auftreten können.
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Georgiens Vertreter forderten einen Rückzug der russischen Einheiten auf ihre Stationierungsorte vor dem Krieg im August sowie deren Austausch gegen internationale Truppenkontingente. Russland verlangte seinerseits, dass Georgien Angriffswaffen wie Raketenwerfer abgeben müsse.
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Beide Seiten erhoben gegeneinander auch fast analoge Beschuldigungen, dass der jeweilige Gegner in den von EU-Beobachtern kontrollierten Pufferzonen für Übergriffe verantwortlich ist.
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