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Montag, 27.11.2006
Scotland Yard zu Ermittlungen in Moskau erwartet
Moskau. Scotland Yard-Ermittler könnten zu Zeugenvernehmungen im Mordfall Litwinenko bereits im Laufe der Woche nach Moskau und Rom kommen. Wichtige Zeugen sind der italienische CIA-Experte Mario Scaramello und der russische Ex-FSB-Mann Alexej Lugowoi.
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Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Scaramello und Lugowoi gehörten zu den letzten Gesprächspartnern Litwinenkos vor dessen Einlieferung ins Krankenhaus.
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In einem Interview für das Erste russische Fernsehen ORT berichtet Lugowoi, bei seinem Gespräch mit Litwinenko über wichtige Geschäftskontakte habe dieser sich bereits schlecht gefühlt.
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Der ehemalige FSB-Chef und jetzige Duma-Abgeordnete Kowaljow machte bei ORT den Exil-Oligarchen Boris Beresowski für den Mordanschlag verantwortlich. Beresowski sei daran interessiert, Putin zu diskreditieren und sich selbst mit einem internationalen Skandal einen Grund zur Verlängerung des politischen Asyls in London zu verschaffen.
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Der FSB hätte, wenn er Litwinenko hätte beseitigen wollen, sicher weniger spektakuläre Mittel als das hochradioaktive Polonium 210 dafür finden können, hiess es in dem ORT-Bericht.
Der EU-Beauftragte Wladimir Putins, Sergej Jastrschembski hatte am Rande des EU-Russland-Gipfels in Helsinki kommentiert, die merkwürdige Häufung von prominenten Mordfällen vor wichtigen internationalen Gipfeltreffen lege des Verdacht nahe, dass es sich um eine Diskreditierungskampagne gegen Russland handele.
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Putin hatte den Angehörigen Litwinenkos sein Beileid ausgesprochen und dabei erklärt, die Organisatoren des Litwinenko-Mordes seien nicht der Herrgott und Litwinenko nicht der Heilige Lazarus. Putins Aussage wurde in deutschen Agenturmeldungen in der falschen Übersetzung "Ich bin nicht der Herrgott" wiedergegeben.
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(mig/.rufo)
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