Dienstag, 16.03.2010

St. Petersburg: Protest gegen Robbenbabyschlachten

St. Petersburg. Die internationale Tierschutzorganisation PETA lädt am Mittwoch in Petersburg zu einer Protestaktion gegen das Robbentöten in Kanada ein. Und: Russland soll den Import von Robbenbabyfellen einstellen.
Die Aktion startet am 17. März um 12 Uhr vor der Blutskirche am Gribojedow-Kanal. Mehrere Frauen, darunter die kanadische Aktivistin Virginia Fort und das russische Model Jekaterina Karjakina, bilden mit ihren bemalten Körpern die kanadische Staatsflagge. Damit wollen sie auf das Robbentöten in dem nordamerikanischen Staat hinweisen.

Zugleich wollen sie an Russlands Premierminister Wladimir Putin appellieren, den Import von Robbenbabyfellen einzustellen. Russland gehört zu den wenigen Ländern, die dies noch tun, betonen die Organisatoren von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals).

„Indem Russland die Felle der zu Tode gequälten neugeborenen Robben importiert, stellt es sich auf die Seite der Grausamkeit, anstatt sich den Ländern anzuschließen, die dieses Schlachten verurteilen“, schreibt Virginia Fort in einer Presseerklärung.

Und: „Das ist alles einfach: Wenn die Leute aufhören, Robbenpelze zu kaufen, dann hat Kanada keine Rechtfertigung mehr für das Morden von Robbenbabys vor den Augen ihrer Mütter.“ Die Modeindustrie müsse umdenken, so Fort.