Mittwoch, 16.05.2012

Timoschenko lehnt aus Protest ärztliche Behandlung ab

Charkow. Julia Timoschenko hat die weitere ärztlich Behandlung durch den deutschen Arzt Lutz Harms abgelehnt, weil in der ukrainischen Presse Berichte über ihren Behandlungsplan aufgetaucht waren. Timoschenko will Beschwerde beim europäischen Gerichtshof in Straßburg einreichen.
Es gehe darum, erklärte Timoschenkos Tochter Julia am Dienstagnachmittag nach einem Treffen mit ihrer Mutter, dass die Behörden ohne Zustimmung ihrer Mutter persönliche Informationen an die Medien weitergegeben hatten.

Die Behörden erklären, im Behandlungsplan sei keinerlei intime, persönliche Information enthalten. Sie hätten den Plan nur veröffentlich, um zu belegen, dass Timoschenko sich mit Anwalt und Tochter treffen könne.

Jewgenia Timoschenko kritisierte auch, dass ihre Mutter von Männern bewacht werde und dass überall Überwachungskameras installiert seien. Das sei menschenunwürdig.

Da es vor ukrainischen Gerichten keine Aussichten auf ein gerechtes Urteil gebe, werde man sich an den Europäischen Gerichtshof in Straßburg wenden.