Montag, 15.02.2010

Transnistrien würde gerne russische Raketen stationieren

Moskau. Auf die Stationierung amerikanischer Raketenabwehrsysteme in Rumänien könnte Russland mit eigenen Raketen in Grenznähe reagieren. Der Präsident der nicht anerkannten Republik Transnistrien (Pridnjestrowje) erklärt in Moskau, sein Land sei jederzeit zur Stationierung bereit.
Igor Smirnow, Präsident des von Moldawien abgespaltenen Gebietes Transnistrien (Pridnjestrowje) erklärt auf einer Pressekonferenz in Moskau, Transnistrien sei bereit, russische Kurzstreckenraketen vom Typ "Iskander" zu stationieren.

"Wir haben schon lange gesagt, dass wir bereit sind", sagte Smirnow. Bisher gebe es aber auch noch keine entsprechende Anfrage aus Moskau.

Das Gebiet Transnistrien hatte sich Anfang der 90iger Jahre im Laufe eines blutigen Bürgerkrieges von Moldawien getrennt und für unabhängig erklärt. Es ist bisher (im Gegensatz zu Südossetien und Abchasien) von keinem Staat völkerrechtlich anerkannt.

Russland bemüht sich in den vergangenen Jahren aktiv aber vergeblich darum, den Konflikt zwischen Moldawien und Transnistrien zu lösen.
Im früher überwiegend industriellen Transnistrien leben knapp 530.000 Menschen, von denen über 120.000 russische Pässe haben. 65 Prozent der Wirtschaft des Gebietes sein in russischem Besitz, sagte Smirnow.