|
Dienstag, 20.10.2009
Aktualisiert 20.10.2009 14:06
Türkei gibt grünes Licht für South-Stream Gaspipeline
Moskau/Ankara. Die Türkei gibt grünes Licht für geologische Erkundungsarbeiten für die Gaspipeline South Stream, die aus Süd-Russland durch das Schwarze Meer unter Umgehung der Ukraine nach Südeuropa führen soll. Das ergab ein Telefongespräch zwischen den Präsidenten der Türkei und Russlands gestern abend.
|
|
Dmitri Medwedew habe seinem türkischen Amtskollegen Abdullah Gül für die Entscheidung gedankt, teilt der Kreml-Pressedienst mit. Dies werde die strategische Zusammenarbeit beider Länder verstärken.
|
Die Türkei hatte mit ihrer gestrigen Entscheidung den Weg für geologische Erkundungsarbeiten in der türkischen Wirtschaftszone im Schwarzen Meer frei gemacht, obwohl die Türkei das von der EU betriebene Projekt Nabucco favorisiert.
Das Problem bei Nabucco ist allerdings bisher, dass noch unbekannt ist, mit wessen Erdgas die Pipeline gefüllt werden kann. Dieses Problem wird durch den Bau von South Stream noch vergrössert.
|
South-Stream soll aus Noworossiisk im Kaukasus durch das Schwarze Meer nach Bulgarien führen. Zwei Abzweigungen sollen von dort aus durch Griechenland und Serbien nach Süditalien und Österreich führen.
South Stream soll nach den jetzigen Plänen schon 2013 in Betrieb gehen und 63 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren. Baukosten: 25 Milliarden Euro.
|
Am Bau beteiligt ist neben Gazprom der italienische Energiekonzern ENI. ENI-Chef Paolo Scaroni erklärte gestern in Moskau, dass die Vorbereitungsarbeiten für South-Stream 2010 abgeschlossen sein sollen. Der Bau könne Ende 2010 beginnen.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>