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Donnerstag, 20.11.2008
U-Boot-Unglück: Matrose wird psychiatrisch untersucht
Wladiwostok. Der als mutmaßlicher Schuldiger des Gas-Unglücks auf dem Atom-U-Boot „Nerpa“ verhaftete Matrose wird jetzt einem psychiatrischen Gutachten unterzogen. Dies erklärte die Staatsanwaltschaft der Pazifikflotte, die die Ermittlungen führt.
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Durch eine Fehlauslösung des Feuerlöschsystems waren am 8. November während einer Testfahrt des neuen U-Bootes 20 Menschen an dem Gas Freon erstickt, 41 erlitten Verletzungen. Die meisten der Opfer waren zivile Spezialisten der Werft in Komsomolsk-am-Amur, auf der das U-Boot gebaut worden war.
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Dem verhafteten Matrosen Dmitri Grobow wird vorgeworfen, den Temperaturfühler in einem Segment des U-Bootes falsch eingestellt zu haben. Anschließend soll er an einem Kommandopult auch noch unzulässige Manipulationen vorgenommen haben, was zur Auslösung des Löschsystems führte.
Der Zugangscode, der es Grobow erlaubte, die Kalibrierung des Mess-Systems zu verändern, war zu diesem Zeitpunkt mit Bleistift auf einem Arbeitstisch notiert – weil die Spezialisten an Bord gerade das Code-Sicherheitssystem des U-Bootes überprüften.
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Andere Besatzungsmitglieder glauben aber nicht daran, dass er den Fehler mutwillig begangen hat. Sein Geständnis könnte unter Druck zustande gekommen sein. Vermutlich handele es sich um ein Versehen, dass von seinen Vorgesetzen auch nicht bemerkt worden sei.
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Der Zeitsoldat sei nach fünf Jahren Dienstzeit ein erfahrener U-Boot-Fahrer gewesen, der in der Lage gewesen sei, die Folgen seines Tuns durchaus einzuschätzen, so ein Kamerad des Beschuldigten.
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