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Freitag, 19.10.2007
Ukraine fordert, Hungersnot als Genozid anzuerkennen
Kiew. Das Außenministerium der Ukraine hat die UNO aufgefordert, die Hungersnot 1932-1933 als Genozid gegen das ukrainische Volk anzuerkennen. Während der teilweise künstlich herbeigeführten Hungersnot kamen unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 5 - 10 Mio. Menschen ums Leben.
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"Die wissentlich vom kommunistischen totalitären Regime herbeigeführte künstliche Hungersnot oder Golodomor in der Ukraine in den Jahren 1932-1933 führte zum Tod von 7 - 10 Mio. Menschen, unschuldigen Männern, Frauen und Kindern, etwa 25 Prozent der ukrainischen Bevölkerung", sagte der ständige Vertreter der Ukraine in der UN, Pjotr Dozenko.
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Die Hungersnöte wurden durch die Zwangskollektivierung Stalins hervorgerufen. Zudem wurde die Abgabenlast für Getreide - vor allem für private Bauern - extrem angehoben, damit die Sowjetunion ihre Auslandsschulden bezahlen konnte. Eine Missernte im Jahr 1932 verschärfte die Situation zusätzlich.
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In der Ukraine hat Präsident Viktor Juschtschenko per Gesetz die Hungersnöte bereits als Völkermord an den Ukrainern anerkannt.
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Russland kritisiert die Einstufung des Golodomor als Völkermord an den Ukrainern. Die Hungersnöte haben auch Todesopfer im Wolga-Gebiet und in anderen Regionen der Sowjetunion gefordert, erklärte der Vertreter des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin. Er erklärte, der Hungertod sei kein Genozid, sondern die "nationale Tragödie des ukrainischen Volkes".
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(ab/.rufo/Moskau)
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