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Montag, 27.08.2007
Ungefährlich: Russischer Autofahrer droht mit Gaspistole
Uljanowsk/Moskau. Weil ein Lastwagen auf der Autobahn seinen Außenspiegel touchierte, sah ein Jeep-Fahrer in der autonomen Republik Tschuwaschien Rot. Er gab Gas und verfolgte den Lkw. Dabei fuchtelte er aus dem Seitenfenster, gut sichtbar für den vor ihm fahrenden Lastwagen-Fahrer, mit einer Gaspistole.
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Den Lastwagenfahrer packte die Angst. Auch er trat das Gaspedal noch einmal etwas kräftiger durch. Der Mann, der die vorhergehende Berührung des Außenspiegels offenbar nicht bemerkt hatte, glaubte, Gangster hätten sich an seine Fährte gehängt. Bei voller Fahrt griff er zum Handy und verständigte die Autobahnpolizei, die die beiden Fahrer kurz darauf stoppte.
Nach einer Befragung ließen die Autobahnpolizisten den verschüchterten Lkw-Fahrer wieder frei. Und, Überraschung, auch der cholerische Jeep-Besitzer durfte wieder gehen. Begründung der Polizisten: Es bestehe keine Gefahr mehr. Der Jeep-Besitzer habe die Gaspistole rechtmäßig erworben, keine strafbahre Handlung begangen und könne deshalb wieder auf freien Fuß gelassen werden.
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Fazit der Geschichte: Wenn einem in Russland ein Fahrer auf der Autobahn mit der Gaspistole zuwinkt, ist das offenbar nicht schwerer zu gewichten als der ausgestreckte Mittelfinger des deutschen Autofahrers. Andere Länder, andere Sitten.
(cj/.rufo/Moskau)
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