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Freitag, 18.09.2009
Wasserkraftwerk: Unfall hätte verhindert werden können
Krasnojarsk. Der verheerende Unfall im Wasserkraftwerk von Sajano-Schuschenskoje, bei dem 75 Menschen starben, ist wohl die Folge der Fahrlässigkeit der Betreiber. Den Abschlussbericht der Untersuchung gibt es in zehn Tagen.
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Die Aufsichtsbehörde Rostechnadsor hat die Veröffentlichung der Ursachen der Katastrophe vom 17. August um zehn Tage verschoben. Vizepremier Igor Setschin ist derweil der Meinung, der Unfall hätte verhindert werden können und müssen.
Auf einer Sitzung des staatlichen Untersuchungsausschusses zur Klärung der Unfallursachen sagte Setschin am Donnerstag, die Leitung des Kraftwerks habe nicht für die nötige technische Kontrolle gesorgt.
Der Chefingenieur des Wasserkraftwerks habe eine Firma mit Reparaturarbeiten beauftragt, an der er selbst und der Hauptbuchhalter des Werks beteiligt waren. Auf diese Weise hätte der Hersteller der Turbinen faktisch gar keine Chance gehabt, die Instandhaltung vorzunehmen.
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Vetternwirtschaft fordert 75 Tote? Diese Vetternwirtschaft hatte offensichtlich zur Folge, dass die technische Wartung in der Maschinenhalle nicht vorschriftsmäßig vorgenommen wurde. So konnte es im Endeffekt zu dem Defekt kommen, der schließlich eine Turbine in die Luft fliegen ließ, worauf die Halle überflutet wurde und 75 Personen ums Leben kamen.
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Laut der Zeitung „Kommersant“ wurde jetzt eine Überprüfung der 15 von RusGidro betriebenen Hochdruckwasser- kraftwerke im Land angeordnet. Energieminister Sergej Schmatko kündigte bei einem Briefing an, im Sajano-Schuschenskoje-Kraftwerk würden nach und nach alle zehn Turbinen ausgewechselt, was sich bis zu fünf Jahre hinziehen wird.
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