Dienstag, 26.02.2008

Weißrussischer Oppositioneller kriegt Hafturlaub

Minsk. Der Führer der weißrussischen sozialdemokratischen Partei Alexander Kosulin hat drei Tage Hafturlaub erhalten, um an der Beerdigung seiner Frau teilzunehmen. Bush sprach ihm sein Beileid aus.
Kosulin war in Hungerstreik getreten, um einen Freigang zu erwirken. Nach anfänglicher Weigerung wird ihm dieser jetzt gewährt; in der Nacht auf Dienstag konnte er die Haftkolonie verlassen, wo er wegen „Störung der öffentlichen Ruhe“ seit Juli 2006 eine 5,5 Jahre währende Gefängnisstrafe absitzt.

US-Präsident Bush hatte Kosulin wegegn des Todes seiner Frau sein Beileid ausgesprochen und die Weigerung der weißrussischen Behörden verurteilt, ihm die Teilnahme an der Beerdigung zu ermöglichen. Weiterhin fordert Bush Kosulins „sofortige und bedingungslose Freilassung“, meldet RIA Novosti.