Donnerstag, 10.11.2011

Zenit-Spieler Ionow anderthalb Jahre ohne Führerschein

St. Petersburg. Ein Petersburger Gericht hat dem Profi-Fußballer Alexej Ionow für 18 Monate den Führerschein entzogen. Damit wurde eine kurze, aber alkoholisierte nächtliche Fahrt geahndet.

Ionow war zunächst Beifahrer in seinem privaten Infiniti gewesen. Am Steuer saß eine Begleiterin, die jedoch gegen 3.30 Uhr einer Streife der Verkehrspolizei wegen ihrer unvollkommenen Fahrweise auffiel.

Während die Beamten mit der alkoholisierten Dame im Streifenwagen das Protokoll anfertigten, setzte sich der Fußballprofi kurzerhand hinter das Steuer seines Autos und fuhr davon. Die Polizisten stellten den sichtlich angetrunkenen Sportler nach einer kurzen Verfolgung.

Eine ärztliche Blutalkoholuntersuchung verweigerte Ionow, was nach russischer Rechtslage faktisch dem Eingeständnis einer Alkoholisierung entspricht. Für Autofahrer gilt die 0,0-Promille-Grenze.

Da er außerdem die Beamten verbal heftig attackierte, musste der Fußballer die nächsten Stunden auf einer nahen Polizeiwache verbringen.

Für die kurze Trunkenheitsfahrt sowie die Überlassung seines Autos an einen alkoholisierten Fahrer wurde Ionow nun von einem Gericht zu anderthalb Jahren Führerscheinentzug verurteilt, meldet RBK.

Sein ausfälliges Verhalten war zuvor bereits mit einer Geldstrafe von 2000 Rubel (etwa 48 Euro) geahndet worden.

Sein Fußballclub hatte gegen den schon mehrfach auffällig gewordenen Spieler sofort nach der Alkohol-Eskapade ein hartes Urteil gefällt: Ionow wurde kaserniert – er muss bis zum Ende der laufenden Saison auf dem Trainingsgelände wohnen.