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Freitag, 15.09.2006
Zentralbanker nach Mord an Koslow befragt
Moskau. Die Staatsanwaltschaft befragt nach dem Mord am Vize-Zentralbankchef Andrej Koslow hohe Beamte der russischen Zentralbank, meldet Interfax. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mord mehrere Monate lang vorbereitet wurde und jemand aus dem Umfeld Koslows als Informant gedient habe.
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Koslow wurde am Mittwochabend auf dem Gelände des Fußballclubs "Spartak" von Unbekannten erschossen. Die Täter müssen den Terminkalender von Koslow gekannt haben, um ihn dort zu töten, glauben die Ermittler. Daher wird nun die nähere Umgebung des Bankiers unter die Lupe genommen.
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"Wie bei der Aufklärung aller Auftragsmorde dieser Ebene untersuchen wir erst einmal die Verbindungen des Opfers. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Verbrecher bestimmte Kontakte hatten oder direkt mit der Umgebung Koslows verbunden waren", sagte ein Informant der Nachrichtenagentur Interfax.
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Koslow war als stellvertretender Zentralbankchef für die Bankenaufsicht mitverantwortlich. Unter seiner Regie wurden Dutzenden Finanzinstituten die Lizenz wegen Geldwäsche entzogen. Somit zog er sich nach Meinung vieler politischer Experten einflussreiche Feinde zu.
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(ab/.rufo)
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