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Donnerstag, 09.06.2011

Zwei Hubschrauber-Abstürze am Elbrus an einem Tag

Naltschik. An den Hängen des höchsten Kaukasus-Berges liegen seit heute zwei weitere Hubschrauber-Wracks: Der erste ging bei einem Flug mit Touristen zu Bruch, der zweite beim Versuch, diesen zu helfen.

Der erste Hubschrauber, ein privater Robinson R44, war heute Morgen gegen 11 Uhr am Elbrus verunglückt. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde der Helikopter bei einer „harten Landung“ in 3.500 Meter Höhe völlig zertrümmert. Die Insassen, neben dem Piloteneine dreiköpfige Familie mit Kind, blieben unverletzt. Ursache des Unfalls sei Nebel gewesen, hieß es.

Zu ihrer Rettung aus der Bergwelt wurde vom Katastrophenschutz ein Hubschrauber vom Typ Ka-27 in Marsch gesetzt. An Bord befanden sich Bergretter und ein Sanitäter.

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Doch auch diese Maschine ereilte faktisch das gleiche Schicksal: anderthalb Stunden später und nur einige hundert Meter entfernt von der ersten Unfallstelle berührten beim Versuch einer Landung die Rotorblätter den Hang und zersplitterten. Auch bei dieser Bruchlandung unter schlechten Wetterbedingungen kamen alle fünf Insassen der abgestürzten Maschine mit dem Schrecken davon.

Einem großen Mi-8-Helikopter des Innenministeriums der Republik Kabardino-Balkarien gelang es schließlich, alle neun am Elbrus gestrandeten Personen unfallfrei aufzunehmen und wohlbehalten nach Naltschik zu bringen.

Im Juli letzten Jahres war am Elbrus bereits eine Mi-8 des Militärs während eines Übungsfluges unter ähnlichen Umständen verunglückt. Das Militär hatte danach darauf verzichtet, das Wrack zu bergen - das daraufhin zu einer Attraktion für Bergwanderer wurde.

Einer von ihnen, der bekannte Moskauer Oppositionsaktivist Ilja Jaschin, hinterließ auf dem Wrack die Aufschrift „Putin und Serdjukow sollen zurücktreten!“

Der Elbrus ist mit 5641 Meter Höhe der höchste Gipfel des Kaukasus - und, bei entsprechender Definition der Grenze zwischen Europa und Asien, auch der höchste Berg Europas.


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