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Dienstag, 18.02.2014

„Pussy Riot“ stört die olympische Grabesruhe

Zwei Monate nach ihrer Freilassung machen die Pussy-riot-Aktivistinnen - hier Maria Aljochina - wieder Bekanntschaft mit der Polizei (Foto: Twitter.com)
Sotschi. Die Spiele verliefen bisher ruhig – zu ruhig, dachten sich die Frauen der Polit-Punkband „Pussy Riot“ und fuhren auch hin. Seither spielt die russische Polizei mit ihnen Katz und Maus: Pro Tag eine Festnahme.
„Putin lehrt dich die Heimat zu lieben“ heißt ein neues Protestlied, das die weltbekannte Frauengruppe mit den Strumpfmasken dieser Tage einspielen möchte. Dazu sind Maria Aljochina und Nadeshda Tolokonnikowa in die Olympiastadt am Schwarzen Meer gereist.

Erst im Dezember waren die beiden aufgrund einer Amnestie aus dem Gefängnis entlassen worden. Bis auf die letzten drei Monate hatten sie ihre zweijährigen Haftstrafen abgesessen - verurteilt für das Singen eines Schmähliedes gegen Putin in der Moskauer Christ-Erlöserkirche.

In dem neuen Song geht es um die Korruption bei der Olympia-Vorbereitung, die Unterdrückung der Freiheit in Russland und in Haft sitzende Kritiker und Demonstranten, twitterte „Nadja Tolokno“ am Dienstag.

Jeden Tag ein neuer Grund zum Festnehmen


Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich in einem Polizeifahrzeug, mit dem sie und Aljochina in ein Polizeirevier gebracht wurde. Dort wurde Tolokonnikowa nach eigenen Angaben zu Boden gestoßen und mit dem Gesicht nach unten durch einen großen Raum geschleift. Zuvor hatte sie erklärt, ohne Anwalt keine Aussage machen zu wollen.

Zum dritten Mal in drei Tagen hatte die Staatsmacht die beiden jungen Frauen während ihres Sotschi-Besuches festgesetzt: Das erste Mal für sieben Stunden, weil sie ohne Ausweise durch die Stadt spazierten, das zweite Mal für zehn Stunden, weil ihr Auto angeblich falsch abgebogen sei, so Aljochina. Es sei offensichtlich, dass sie von Beamten des Geheimdienstes und der Polizei-Abteilung für Extremismus permanent überwacht würden.

Zwischenzeitlich sei es ihnen auch gelungen, den „Schwanz“ abzuschütteln, berichtete Tolokonnikowa, aber alles in allem sei Sotschi „die Hölle“.

Haltet den Dieb!


Am dritten Tag fand die Staatsmacht einen neuen Vorwand, um zu verhindern, dass Pussy Riot in seiner Flashmob-Manier irgendwo vor einer Videokamera das Lied einspielen könnte: Im Passagierhafen von Sotschi wurden die beiden prominenten Frauen und gleich sieben Begleiter auf offener Straße festgenommen. Diesmal erklärte die Polizei ihnen, es gebe den „Verdacht einer strafrechtlichen Handlung“ – in ihrem Hotel sei etwas gestohlen worden.

Bei den folgenden Verhören soll auch ein Kameramann der Gruppe von Geheimdienstlern geschlagen worden sein, so Tolokonnikowa. Sie kündigte an, entsprechende Beschwerden einzureichen.

Trotz der gewaltsamen Eskalation wurden die Festgenommenen diesmal schon nach zwei Stunden wieder freigelassen. Erstmals kam es dabei im olympisch befriedeten Sotschi tatsächlich zu so etwas wie einer Protestversammlung: Vor dem Polizeirevier hatten sich zwischenzeitlich zahlreiche Journalisten wie auch Anhänger der Gruppe eingefunden.

Image-Gewinn durch die Spiele wird konterkariert


Putins Staatsmacht hat sich mit dem ebenso lächerlichen wie brutalen Verhalten gegenüber den Pussy-Riot-Frauen selbst ein Bein gestellt: Hatte doch der bisher tadellose Ablauf der Olympischen Spiele die Weltöffentlichkeit schon fast wieder vergessen lassen, worüber man sich im Vorfeld so heftig erregt hatte: Die nicht kaschierte Großmannssucht, die Verbote von Demonstrationen und Protesten, die Einschränkung der Rechte von Homosexuellen und die miserable Behandlung vieler Gastarbeiter beim Bau der Olympiaobjekte.

Und selbst die anfangs süffisant vermerkten klemmenden Toilettentüren und fehlenden Kanaldeckel waren gegenüber dem Sport-Event der Extraklasse inzwischen zu Banalitäten verblasst – was sie ja auch immer waren.

Die Polizei in Sotschi arbeitet offenbar daran, das Bild wieder gerade zu rücken. Die perfektionierten, gegen Terrorismus wie Meinungsvielfalt maximal abgesicherten Spiele gehen schließlich dem Ende entgegen – die Realitäten in Russland bleiben: Da wird ein Umweltschützer wegen Bemalens eines Zauns zu drei Jahren Straflager verurteilt, ein oppositioneller TV-Sender mundtot gemacht. Und im Staats-TV läuft eine historische Dokumentation, die politische Kritik mit Verrat gleichsetzt.

„Putin lehrt dich, die Heimat zu lieben“ scheint in der Tat in Russland das Motto der nacholympischen Zeit zu werden.

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