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Zenit kriegt Treibhausbedingungen für das UEFA-Cup-Finale. Foto: newsru.com
Zenit kriegt Treibhausbedingungen für das UEFA-Cup-Finale. Foto: newsru.com
Dienstag, 06.05.2008

Achter Spieltag: Rubin stolpert über Spartak Moskau

St. Petersburg. Am letzten Wochenende unterbrach Spartak Moskau die Siegesserie der Kasaner. Moskwa konnte erstmals siegen in dieser Saison. Zenit hat Spielpause, um sich auf das UEFA-Cup-Finale vorzubereiten.

Spartak tut sich traditionell schwer in Kasan – in den letzten fünf Jahren entführten die Rotweißen aus der Hauptstadt Tatarstans nur einen einzigen Punkt und schossen nur ein Tor. Auch dieses Mal waren die Vorzeichen nicht gut: Rubin hatte eine Siegesserie von sieben Spielen hinter sich, Spartak zeigte in der Saison 2008 bisher mittelprächtigen bis schwachen Fußball.

Eine völlig gesetzmäßige Niederlage

Und dann kam alles umgekehrt: Spartak spielte sein bestes Match, Rubin ließ sich nach einer relativ guten Anfangsphase schier überrollen. Heraus kam ein verdientes 3:0 für die Moskauer Gäste. So eindeutig hätte das niemand erwartet.

Nur Rubins Cheftrainer Kurban Berdyjew hatte es kommen sehen. „Schon beim Training war klar, dass die Mannschaft Komplexe zeigte angesichts des Erfolgsdrucks, der nach den vielen Siegen auf ihr lastet“, sagte er nach dem Spiel. „Jetzt werden wir es in dieser Hinsicht leichter haben“, fügte er hinzu.

Loko verschenkt fast schon sicheren Sieg

Bis zur 79. Minute hatte Lokomotive Moskau das Spiel gegen Lutsch-Energija fest in der Hand. Dann ließ die Konzentration jäh nach, und heraus kam ein 2:2-Remis. Die Kicker aus Wladiwostok konnte ihr Glück gar nicht fassen, denn bis zehn Minuten vor Schluss der Begegnung waren sie eindeutig die schwächere Seite.

Dynamo bremst weiter ab, Schinnik mit neuem Schwung

In Jaroslawl erkämpfte sich Schinnik einen Sieg über Dynamo Moskau. Nach einem sehr guten Saisonstart verloren die Moskauer das zweite Spiel in Folge. Schinnik fand dagegen neue Kräfte, was zum Teil am Trainerwechsel liegen dürfte. Sergej Juran wurde entlassen wegen seiner „Disziplinlosigkeit“ und den schlechten Ergebnissen der Mannschaft.

Der Trainer, der Schinnik in einer fulminanten Saison 2007 zum Wiederaufstieg in die Premierliga geführt hatte, pöbelte in letzter Zeit gegen Schiedsrichter und Spieler und sah überall „Verschwörungen“. Damit wurde er unhaltbar für die Vereinsleitung. Eigentlich schade – die Liaison Juran-Schinnik hätte nach den Erfolgen des letzten Jahres ein besseres Ende verdient.

Moskwa holt endlich den ersten Sieg

Bei Russland-Aktuell
• Englische Fußballfans reisen ohne Visum nach Moskau (06.05.2008)
• UEFA-Cup: Zenit schießt Bayern München vom Himmel (02.05.2008)
• Siebter Spieltag: Regenschlacht im Fernen Osten (29.04.2008)
Einen ausgemachten Kampf lieferten sich in Samara Krylja Sowetow und Amkar. Das chancenarme Spiel konnten schließlich die „Flügelchen“ für sich entscheiden, die trotz ihrer großen Verletzungsprobleme den besseren Kampfgeist zeigten – 2:0.

Ausgerechnet in Naltschik, wo sich alle Gästemannschaften sehr schwer tun, errang der FC Moskwa seinen ersten Saisonsieg, und dies gleich mit einem sehr überzeugenden 3:0. Terek gab sich indes, ebenfalls vor eigenem Publikum, mit 1:3 Tom geschlagen.

Chimki hatte bei Saturn großen Dusel, ähnlich wie Lutsch-Energija bei Loko. Die Begegnung, in der Saturn die Initiative – besonders in der zweiten Hälfte – kaum aus der Hand gab, endete völlig überraschend mit 2:2.

Zenit wird künstlich beatmet

Große Diskussionen rief die Entscheidung hervor, alle bis zur EM-Pause vorgesehenen Spiele von Zenit auf den Juli zu verschieben. Die Petersburger sollen sich in Ruhe auf das Finale im UEFA-Pokal gegen die Glasgow Rangers vorbereiten. Betroffen sind die Begegnungen mit ZSKA, Lokomotive, Lutsch-Energija und Spartak Naltschik.

Mit dem bereits im Zuge des UEFA-Halbfinals verschobenen Spiel gegen Terek muss Zenit im Juli also fünf Spiele nachholen – vier „englische Wochen“ stehen ins Haus. Die Frage ist, inwieweit solche „Treibhausbedingungen“ zulässig sind. In Westeuropa ist es üblich, alle zwei bis drei Tage zu spielen, wenn eine Mannschaft an mehreren Fronten kämpft.

Der Russische Fußballverband hält es jedoch für möglich, den Kalender der eigenen Meisterschaft völlig auf den Kopf zu stellen und die beste Mannschaft des Landes sozusagen „künstlich zu beatmen“. Trotz aller Erfolge – es ist noch ein weiter Weg bis zum so viel beschworenen „europäischen Niveau“.

Englische Woche steht bevor

Da wir schon von englischen Wochen reden – diese Woche ist eine solche. Bereits heute wird zum 9. Spieltag angepfiffen, dem gleich am kommenden Wochenende der 10. folgt. Die aktuelle Tabelle finden Sie derweil auf unserer Fußball-Seite.



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