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| Der offiziell einzig lebende verhaftete Terrorist (Foto: newsru) | |
Dienstag, 19.10.2004
Beslan-Terroristen standen unter Drogen
Moskau. Die Geiselnehmer von Beslan sollen unter dem Einfluss bisher unbekannter Drogen gestanden haben. „Die Terroristen hatten praktisch keine Schmerzgrenze, d.h., selbst wenn sie eine, zwei oder drei Kugeln abbekamen, haben sie weitergekämpft. Sie wurden nicht müde“, sagte der Vorsitzende der parlamentarischen Untersuchungskommission Alexander Torschin.
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Zahlreiche Zeugen hatten berichtet, dass die Kidnapper Drogen bei sich hatten. Die Gerichtsmediziner der Generalstaatsanwaltschaft bestätigten dies nach einer chemischen Untersuchung. Alle Kidnapper sollen demzufolge Drogen genommen haben, 22 von ihnen sogar harte Drogen wie Heroin oder Morphium.
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Torschin zweifelt indes daran, dass es sich um herkömmliche Drogen handle. „Es ist ungefähr bekannt, wie Heroin und andere Narkotika wirken. Meiner Meinung nach wurde dort etwas völlig neues ausprobiert“, sagte der Senator.
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Als Begründung seiner These führte er an, dass unter den Geiselnehmern auch Behinderte gewesen sein, die dennoch in der Lage waren zu kämpfen. Schon bei dem Geiseldrama im Moskauer Musical Nord-Ost war gemutmaßt worden, dass die Täter unter dem Einfluss von Drogen standen, um durchzuhalten.
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Die parlamentarische Untersuchungskommission hat bisher circa 600 Zeugen befragt. Nun sollen auch leitende Beamte der Einsatzkräfte verhört werden.
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Allerdings seien die meisten Fragen schon auf der Sitzung des Föderationsrates gestellt worden, sagte Torschin. Die Kommission wolle außerdem nicht mit der Staatsanwaltschaft konkurieren, meinte er. Die Ergebnisse der parlamentarischen Untersuchung sollen in einem halben Jahr bekannt werden.
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(ab/.rufo)
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