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| Bei dem Sturm auf Beslan verloren 331 Menschen ihr Leben. Die Frage der Mitschuld der Behörden ist bis heute nicht geklärt (Foto: TV) | |
Freitag, 27.07.2007
Beslan-Mütter: Blutbad von Sicherheitskräften provoziert
Beslan. Im Fall des Geiseldramas von Beslan im September 2004 ist ein neues Video aufgetaucht. Nach Ansicht des Komitees der Beslan-Mütter beweist es, dass die Sicherheitskräfte das Blutbad verursacht haben.
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Terroristen hatten am 1. Schultag des Jahres 2004 in der kleinen nordossetischen Stadt Beslan eine Schule überfallen und über 1.000 Menschen als Geiseln genommen. Vier Tage lang dauerte das Geiseldrama, ehe es am 4. September mit einem Sturm blutig beendet wurde.
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Die ersten Schüsse wurden von außen abgegeben
Bei der Tragödie kamen 331 Menschen ums Leben. Mehr als die Hälfte der Opfer waren Kinder. Laut offizieller Version war der Sturm auf das Gebäude erzwungen worden, weil Explosionen im Gebäude ertönten. Das Komitee der Beslan-Mütter hat nun allerdings ein Video veröffentlicht, aus dem hervorgehen soll, dass die ersten Schüsse von außen auf die von Geiselnehmern besetzte Schule in Beslan abgegeben wurden.
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Unterhaltung zwischen Sicherheitsbeamten nach dem Sturm aufgezeichnet
Auf dem Band, das der Menschenrechtsorganisation per Post zugeschickt wurde, ist die Unterhaltung zwischen dem Ermittler der Staatsanwaltschaft und zwei ranghohen Ofizieren der Ingenieurtruppen aufgezeichnet.
Diese untersuchen die selbstgemachten Sprengsätze der Terroristen im Sportsaal und kommen zu dem Schluss, dass sie zu starken Zerstörungen der Turnhalle geführt hätten - wenn sie denn explodiert wären.
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FSB verheimlicht das Video
"Das heißt doch, dass die Spezialisten in den ersten Stunden nach dem Sturm darüber gesprochen haben, dass die erste Explosion nicht innerhalb des Gebäudes stattgefunden haben kann", erklärte die Leiterin des Komitees, Susanna Dudijewa.
In einem anderen Teil der Videoaufzeichnung sollen zudem die Granatwerfer gefilmt worden sein, mit denen die Schule und die Turnhalle beschossen wurden. Nach Angaben der Beslan-Mütter wurde das Video durch den Inlandsgeheimdienst FSB verheimlicht.
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Video und Forderungen an Patruschew geschickt
Neben der Geheimhaltung von Materialien beklagen sich die Beslan-Mütter auch darüber, dass die Verantwortlichen für die Befreiungsaktion alle Aussagen verweigern.
Das Komitee hat das Video nun an FSB-Chef Nikolai Patruschew geschickt und gleichzeitig mehrere Kopien an die Medien gesendet. Sie fordern eine Bestrafung der Schuldigen an dem Blutbad.
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Bislang wurde lediglich ein Mensch wegen des Geiseldramas verurteilt. Nurpaschi Kulajew, der lange Zeit als der einzige überlebende Terrorist galt, der an dem Anschlag beteiligt war, wurde in einem emotional geführten Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt.
(ab/.rufo/Moskau)
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