Mittwoch, 04.02.2009

Biathlon-Doping: Jurjewa, Achatowa und Jaroschenko?

Die Weltranglistenerste Jekaterina Jurjewa steht anscheinend unter Verdacht. Foto: newsru.com
Moskau. Die russische Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“ will wissen, gegen wen sich der Doping-Verdacht im Biathlon richtet: Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dmitri Jaroschenko.
Offiziell ist dies jedoch nicht. Die Namen sollten erst nach der auf den 9.-12. Februar anberaumten Untersuchung der B-Proben genannt werden. Und das auch nur in dem Fall, wenn die Proben positiv ausfallen. In wieweit die „Komsomolka“ verlässlich ist in ihren Angaben, wird sich zeigen.

Kurzporträts der mutmaßlich Beschuldigten

Kurz zu den verdächtigten Athleten: Ekaterina Iourieva führt zurzeit den Weltcup an, übrigens vor der Deutschen Kati Wilhelm. Die 25jährige Soldatin aus dem Gebiet Perm hat bisher niemals Probleme mit Doping gehabt.

Die 32jährige Albina Akhatova aus dem westsibirischen Tjumen ist derzeit die neunte der Weltrangliste. In ihrer Karriere gibt es allerdings einen „Dopingvorfall“ – 2003 erlitt sie nach einem Lauf einen Kreislaufkollaps und wurde noch vor der Dopingkontrolle mit einem verbotenen Präparat gespritzt. Gesperrt wurde sie dafür später nicht.

Dmitri Jaroschenko ist ebenfalls 32 und stammt aus dem sibirischen Nowosibirsk. Er kam erst spät zu Erfolgen im Biathlonsport und belegt im Moment Rang 21 in der Weltcupgesamtwertung.

Olympia 2014 futsch?

Sollte sich der Verdacht erhärten, platzt für die Biathleten nicht nur die anstehende Weltmeisterschaft in Südkorea. Laut Reglement müssten sie auch die Olympiade im nächsten Jahr in Vancouver auslassen.

Es kommt aber noch dicker: Würden sie für schuldig befunden, wäre auch der Weg nach Sotschi-2014 im eigenen Land verbaut. Das Reglement sieht vor, dass auch die Olympischen Spiele, die nach dem Ende der Sperre anstehen, für Dopingtäter ausfallen.