Donnerstag, 27.11.2008

Biosprit-Expedition ist schon tief in Sibirien

Die Jeeps mit ihren Biotreibstoff-Tanks im Schlepp erregen einiges Aufsehen (Foto: Extreme Events)
Nowosibirsk. Die deutsche Biotreibstoff-Expedition „Paris/New York-Transcontinental“ hat inzwischen Nowosibirsk erreicht – aber noch keinen Schnee gesehen.

Die Fahrt führte die Expedition nach dem Zwischenstopp am 16. November in Moskau weiter über Kasan, Ufa, Jekaterinburg, Tjumen und Omsk. Gegenwärtig legt die Gruppe eine kleine Erholungspause in der sibirischen Metropole Nowosibirsk ein.

Nach Auskunft vom Expeditionsleiter Matthias Jeschke ist die Pause von zwei Tagen dringend notwendig: Die schweren Etappen stehen jetzt erst an. Am Samstag soll es weiter gehen: Der Weg soll immer weiter nach Osten führen, bis schließlich die Beringstraße, die Meeresenge zwischen Asien und Alaska, erreicht sein wird. Straßen in dem Sinne wird es dann dort nicht mehr geben, sondern, wie man in Russland gerne sagt, nur noch Richtungen.

Unerwartet miese Straßenverhältnisse


Größere Probleme gab es bisher nicht, berichtet Jeschke. Unerwartet schwierig gestalteten sich aber die Straßenverhältnisse. Oder wie Jeschke es formuliert: „Es ist es ein Wunder, wie gut die Trailer hinter unseren Jeeps herlaufen“.

Die Straßen in Richtung Sibirien halten von extremsten Bodenwellen und Spurrillen bis hin zu unbefestigten und plötzlich abfallenden Straßenrändern alle möglichen Erschütterungen, Unebenheiten und gigantische Schlaglöcher parat. Zum Glück für den Expeditons-Tross war aber bislang kein Schnee gefallen.

Expeditionsleiter und Abenteurer Matthias Jeschke beim Interview in Jekaterinburg (Foto: Jeschke)

Die Grenze Europa–Asien wurde gequert


Die unerwartet schlechte Pistenqualität war auch der Grund, warum die ursprüngliche Route von Kasan über Perm nach Jekaterinburg geändert wurde und man eine Streckenführung über Ufa wählte. Auf dieser Route erlebte das Team bei der Durchquerung des südlichen Uralgebirges auch schon ein echtes Russland-Highlight.

Gleichzeitig wurde auf der Fahrt nach Jekaterinburg auch die Grenze zwischen Europa und Asien überfahren. Der nächste Wechsel des Kontinents wird der Expedition aber weitaus schwerer fallen: Höhepunkte der Expedition soll schließlich die Querung der Beringstraße zwischen Asien und Amerika werden.

Fernsehauftritt für das deutsche Team


Spätestens seit einer Pressekonferenz in Jekaterinburg ist die deutsche Biosprit-Expedition auch in ganz Russland bekannt. Aufnahmen von Jeeps und Trailern wie auch Interviews mit Matthias Jeschke und einem Fahrer wurden in den Hauptnachrichten im russischen TV-Kanal Rossija gezeigt.