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| Versöhnliche Stimme : Priester Charinow (Foto:.rufo) | |
Donnerstag, 18.01.2007
Denkmal-Konflikt: estnisches Konsulat beschmiert
St. Petersburg. Im Streit um die russischen Kriegsdenkmäler in Estland gehen die Emotionen hoch. In der Nacht auf heute haben Unbekannte das estnische Konsulat in Petersburg mit schwarzer Farbe beschmiert.
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Die schwarze Farbe wurde in Flaschen gegen die soeben frisch renovierte Fassade des Gebäudes geworfen. Obschon das Personal sofort den Polizeiposten in der selben Strasse alarmierte, entkamen die Täter. Der Anschlag veranschaulicht, wie hoch das neue Gesetz, das die Demontage russischer Gedenkstätten in Estland ermöglicht, in Russland Wellen wirft.
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Man spricht von „Grabschändern“
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Nachdem diese Angelegenheit bereits in der Staatsduma debattiert worden war, wo man neben Sanktionen gegen das Nachbarland auch die Umbettung russischer Soldaten in die Heimat vorgeschlagen hatte, befasste man sich auch in Petersburg mit den estnischen „Grabschändern“.
Auch hier ist die Entrüstung bei vielen Persönlichkeiten groß, so verlangte beispielsweise die Duma-Abgeordnete Oksana Dmitrewa, an den Europarat zu appellieren, Estland zurecht zu weisen.
Doch sind auch andere Stimmen zu hören, so zum Beispiel jene von Nikolai Meschewitsch, Professor für internationale Beziehungen an der staatlichen Petersburger Universität. Seiner Meinung nach sind die Esten bereits gegen jegliche Wirtschaftssanktionen von russischer Seite immun. „Estland war und wird immer ein unabhängiger Staat sein. Es wird alles überstehen“, meinte er gegenüber Fontanka.ru.
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Vermittlung durch Deutschland?
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Eine versöhnliche Stimme war von Seiten der Kirche zu vernehmen, für die sich der russisch-orthodoxe Priester der Kirche beim deutschen Soldatenfriedhof Sologubowka, Wjatscheslaw Charinow, zu Wort meldete. Seiner Meinung nach sollte in diesem Streit Deutschland als Vermittler beigezogen werden, da es große Erfahrung in solch heiklen Fragen hat.
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Er erinnerte an die deutsch-russische Vereinbarung von 1992, mit der die Länder die gemeinsame Verantwortung für die Kriegstoten in Deutschland und Russland übernommen haben. Darin sei auch festgelegt, dass sich die Russen um ihre ehemaligen „Okkupanten“ kümmerten. Toten dürften nicht verurteilt werden, auf welcher Seite sie auch gekämpft hätten, so Charinow. (eva/.rufo)
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