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| Gerhard Vogt aus Stuttgart fängt in Russland von vorne an. Foto: 1tv.ru | |
Mittwoch, 19.11.2008
Ein Deutscher steigt aus – und geht nach Russland
Jekaterinburg. Den ganzen Kram hinschmeißen und auswandern, das wünschen sich viele. Aber die wenigsten, die es wirklich tun, wählen Russland zur neuen Heimat. Zu ihnen gehört Gerhard Vogt aus Stuttgart.
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Einstmals erfolgreicher mittelständischer Geschäftsmann in Stuttgart, baut er jetzt ein Haus in den tiefen Wäldern im Gebiet Swerdlowsk im Ural und träumt von einer Pferdezucht und Naturtourismus.
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Vor einem Jahr verkaufte Gerhard Vogt sein Geschäft für Sanitärtechnik und zog mit seiner russischen Ehefrau Swetlana gen Osten. Sie war zunächst dagegen. Seit 15 Jahren war sie nicht in mehr in Russland gewesen und hatte schlichtweg Angst.
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Zumal es nicht in eine der „zivilisierten“ Großstädte gehen sollte, sondern mitten aufs Land. Sie ließ sich von ihrem Mann überreden. Inzwischen hat das Paar fast ständig Besuch von neugierigen Freunden aus aller Welt; zu Weihnachten kommt die ältere Tochter.
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Gegen die deutsche Verplantheit und den Stress
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Auf die Frage, was ihn zu diesem mutigen Schritt bewegte, sagte Gerhard Vogt gegenüber dem Ersten Kanal: „In Deutschland ist jeder Tag auf die Stunde genau verplant.“ Viel Arbeit und viel Stress hätten ihn schließlich fortgetrieben.
Dass in Russland die Arbeiter, die ihm beim Bau seines Hauses helfen, mal einen Tag einfach gar nicht erscheinen, hat er zuerst gar nicht verstehen können, sich aber inzwischen daran gewöhnt. „Dann wird eben mal einen Tag nicht gearbeitet“, sagt er.
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Russisch und fischen lernen
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Die Vogts wollen in ihrer neuen Heimat eine Pferdezucht aufziehen und ein paar Holzhäuschen für Urlauber errichten, die den nahe gelegenen Naturpark „Elchbach“ besuchen. Bisher ist zwarnicht einmal das eigene Haus fertig, aber es gibt bereits ein „Deutsches Café“.
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Seit einem Jahr arbeitet Gerhard Vogt pausenlos am Aufbau seines neuen Familienunternehmens Nebenbei lernt er fleißig Russisch. Um mal zwischendurch nach Deutschland zu fahren, bleibt aber noch aus einem anderen Grund keine Zeit: Erst einmal will er vernünftig angeln lernen – in diesem Naturparadies einfach ein Muss!
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