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Essenausgabe beim Militär (Foto: rufo)
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Freitag, 16.01.2004

Fahrlässige Offiziere lassen Rekruten erfrieren

Von André Ballin, Moskau. Wegen der Fahrlässigkeit seiner Vorgesetzten ist ein junger Rekrut auf dem Weg zu seiner Einheit erfroren. Weitere 119 frisch eingezogene Soldaten mussten wegen Grippe und schwerer Erkältung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Beim Transportflug von Moskau nach Magadan am Ochotskischen Meer hatten die Rekruten bei mehreren Zwischenlandungen in eisiger Kälte ausharren müssen. Winterfeste Kleidung hatten die Soldaten nicht.

Wladimir Beresin starb am 2. Januar in einem Krankenhaus in Magadan an Lungenentzündung. Am 7. Januar, dem russischen Weihnachtstag, musste ihn seine Mutter beerdigen. Am 12. Januar bekam sie einen Brief von ihrem Sohn, aufgegeben rund einen Monat zuvor. In dem hatte er ihr versichert, dass alles „normal“ laufen werde.

Der Wehrdienst in Russland ist gefürchtet. Jährlich kommen etwa 2.000 – 3.000 Wehrpflichtige ums Leben. Häufigste Todesursache sind Unfälle, Rekrutenschinderei und Selbstmord.

In diesem Fall hat Fahrlässigkeit der Vorgesetzten zum Tod des jungen Mannes geführt. Vor dem Abflug mussten die Rekruten in Moskau in einer ungeheizten Halle auf dem kalten Boden übernachten. Bei mehreren Zwischenlandungen in Sibirien standen sie stundenlang in Zivilkleidung auf den windigen und bei unter -25 Grad Celsius eiskalten Rollfeldern. Erkältung, Grippe und Lungenentzündung waren die Folge.

Dass die Offiziere es nicht für nötig befanden, die frisch Eingezogenen ins Warme zu bringen, soll nun für sie ernste Konsequenzen haben. Präsident Wladimir Putin forderte am Donnerstag eine Bestrafung der Verantwortlichen. Auch der von ihm eingesetzte Generalgouverneur für das Fernostgebiet Russlands Konstantin Pulikowski nannte den Vorfall „Fahrlässigkeit in höchstem Ausmaß“ und will die Offiziere bestrafen.

Bei Russland-Aktuell
• Wehrunterricht wieder Schulpflichtfach (13.10.03)
• Staatsduma will Zivildienst liberalisieren (10.10.03)
• Die Armee ruft, die Rekruten hören lieber weg (30.9.03)
Wie wichtig die Aufklärung des Falles für die politische Führung ist, beweist die Tatsache, dass Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow persönlich die Untersuchungen leitet. Einen Skandal so kurz vor den Wahlen will sich Putin nicht leisten. Schließlich gilt Verteidigungsminister Sergej Iwanow als enger Vertrauter des Präsidenten.

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