Dienstag, 25.08.2009

Frauen überfallen Männertoilette auf Moskauer Bahnhof

Am Kiewer Bahnhof in Moskau bezogen Männer Frauenprügel. (Foto: mosday.ru)
Moskau. Von wegen schwaches Geschlecht: Die Moskauer Polizei hat am Dienstag zwei Frauen festgenommen, die in einer Herrentoilette Männer ausraubten. Zwei ihrer Opfer liegen im Krankenhaus.
Die beiden Täterinnen, eine 34jährige Zigeunerin und ihre 33jährige Lebensgefährtin aus Moldawien, sind bereits vorbestraft. Das Register der Verbrechen ist bereits lang.

Erst vor wenigen Monaten waren die beiden aus dem Gefängnis entlassen worden; die eine hatte eine Haftstrafe wegen Mordes abgesessen, die zweite wegen mehrerer Raubüberfälle.

Aus Langeweile Mann verprügelt

Am fraglichen Tag waren die beiden aus dem Moskauer Umland in die russische Hauptstadt gereist, um sich zu „amüsieren“, berichtet die Zeitung „Moskowski Komsomolez“. Reichlich alkoholisiert griffen die beiden einen Marktarbeiter in der Nähe des Kiewer Bahnhofs im Westen Moskaus an.

Sie forderten von ihm Geld. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, schlugen sie auf den Mann ein. Doch die beiden hatten kein Glück, ihr Opfer hatte kein Geld bei sich. So ließen sie den Mann verletzt liegen – ein Krankenwagen brachte ihn schließlich mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

Überfall auf Herrentoilette

Das Gangsterpärchen setzte unterdessen seine Tour fort und besuchte eine öffentliche Herrentoilette am Bahnhof. Dort forderten sie von den Anwesenden ebenfalls, ihnen Geld auszuhändigen. Einen Mann erleichterten sie um sein Portemonnaie und sein Mobiltelefon, ehe sie ihm mit einem Rasiermesser mehrere tiefe Schnitte zufügten.

Zwar waren mehrere Zeugen bei dem Angriff zugegen, doch keiner der Anwesenden wagte es, dem Opfer zu Hilfe zu kommen. Polizei und Krankenwagen wurden erst gerufen, nachdem die beiden Verbrecherinnen aus der Toilette verschwunden waren.

Die Polizei konnte das Pärchen schon nach kurzer Zeit aufgreifen. Trotz Widerstands wurden die beiden festgenommen. Nun dürften sie wohl wieder eine Weile im Gefängnis verschwinden.