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| Die Greenpeace-Demonstranten wurden schnell vom roten Platz entfernt (foto: Greenpeace) | |
Donnerstag, 27.04.2006
Gedenken und Proteste zum 20. Tschernobyl-Jahrestag
Moskau. Mit Gedenkveranstaltungen haben Behörden und Betroffene am Mittwoch in den Nachfolgestaaten der UdSSR an den 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe erinnert. Greenpeace demonstrierte auf dem Roten Platz.
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Mehrere hundert Menschen kamen zu einer Trauerfeier auf den Friedhof des Moskauer Vorortes Mitino, berichtete das russische Staatsfernsehen. Dort liegen die ersten Strahlentoten des Reaktorunglücks, 28 Männer der Kraftwerks-Feuerwehr, begraben.
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Im südwestrussischen Brjansk, der am stärksten von dem Unglück betroffenen Region Russlands, wurde ein Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe enthüllt.
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Juschtschenko verspricht neues Leben für Tschernobyl-Zone ...
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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew läuteten um 1 Uhr 23 in der Nacht, dem Zeitpunkt der Reaktorexplosion, die Kirchenglocken. Bei einer Rede in der evakuierten Zone um das Atomkraftwerk kündigte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko eine „Wiederbelebung“ der betroffenen Gebiete an. „Der Tschernobyl-Albtraum geht zu Ende“, erklärte er. Juschtschenko kündigte an, die staatliche Hilfe für Opfer des Unglücks auszubauen. Unweit des Reaktors soll in Kürze eine orthodoxe Kirche gebaut werden.
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... und Lukaschenko ein neues Atomkraftwerk
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Der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko sprach sich bei einer Reise durch den unweit von Tschernobyl gelegenen Süden seines Landes für den Bau eines eigenen Atomkraftwerks aus. Weißrussland würde von der Atomkraft nur profitieren, erklärte er. Eine entsprechende Entscheidung hänge aber von der Zustimmung der Bevölkerung ab.
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Vor der Basilius-Kathedrale angekettet
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Auf dem Roten Platz in Moskau protestierten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwoch gegen den Ausbau der Atomkraft in Russland. 12 Umweltschützer, die sich an einen Zaun vor der Basilius-Kathedrale gekettet hatten sowie eine Gruppe von Journalisten wurden vorübergehend festgenommen.
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Die Aktivisten trugen gelbe T-Shirts mit aufgedruckten Buchstaben, die nebeneinander aufgereiht die Parole „Nein zu allen Tschernobyls!“ ergaben.
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Insgesamt dauerte die nicht genehmigte Protestaktion, die dem 20. Jahrestag der Atom-Katastrophe gewidmet war, nur wenige Minuten. Dann rückten Beamte des Kreml-Wachdienstes mit Bolzenschneidern an und schnitten die Umweltschützer von dem Zaun los. Protestaktionen auf dem zentralen Platz der russischen Hauptstadt sind grundsätzlich verboten.
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(epd/kp)
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