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Samstag, 26.10.2002
In unserer Familie schläft niemand
Moskau. Auch Viktoria Saslawskaja, Schauspielerin am «Theater am Nikitski-Tor» in Moskau, kam zur Antikriegsdemonstration auf den Roten Platz. Ihr Sohn Arseni ist unter den Geiseln, weil er zu der Jugendlichen-Gruppe im Musical Nord-Ost gehört. Er war an dem Abend zur Probe gegangen. Viktoria Saslawskaja hatte zwei Tage und Nächte nicht geschlafen. Die Nerven lagen blank. Aber sie war sehr gefasst.
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Hat Ihr Sohn über irgendetwas geklagt?
V. S.: Nein, hat er nicht. Sie wollen, dass wir die Forderungen der Terroristen an alle weitergeben und sie wollen freikommen. Es sollen acht Kinder freigelassen worden sein, aber es waren nicht unsere.
Wie haben Sie erfahren, was passiert ist?
V. S.: Mein Mann hat mich angerufen, er hatte es aus dem Fernsehen. Ich wusste gar nichts, ich brachte gerade meine Tochter ins Bett. Aber mein Junge Arseni ist dort drinnen, er ist bei der Nord-Ost-Truppe. Er spielt den Sanja Grigorjew. Neulich war erst Premiere. Er spielt den Sanja in dessen Kindheit und auch noch den Anführer. Er hat gleich zwei Rollen. An dem Tag hatte er keine Vorstellung. Er kam nur zur Probe.
Wie viel haben Sie geschlafen in dieser Zeit?
Ich habe gar nicht geschlafen. Wir schlafen nicht seit jenem Moment, als ich aus dem Haus gestürzt bin. Nur im Auto vielleicht zehn Minuten in den Pausen zwischen den Nachrichten. In unserer Familie schläft niemand, außer der kleinen Tochter.
Interview: Anastasia Branovets/rUFO/aktuell.RU
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