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| Bohrarbeiten im Karmadon-Tal (foto:news.ru) | |
Freitag, 14.02.2003
Lange gesuchter Tunnel steht unter Wasser
St. Petersburg. Knapp fünf Monate nach dem gigantischen Gletschersturz in Nordossetien haben Suchmannschaften diese Woche jenen Tunnel gefunden, in dem sich einige der Vermissten – darunter der Filmstar Sergej Bodrow jr. - aufgehalten haben könnten. Doch auf den Erfolg folgte die Ernüchterung: Der Tunnel steht offenbar voller Wasser.
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Seit der Katastrophe im Karmadon-Tal werden 108 Menschen vermisst, 19 Leichen wurde geborgen. Jede Spur fehlt auch vom Filmteam des russischen Jungregisseurs und Schauspielers Sergej Bodrow. Die Hoffnungen der Angehörigen, Überlebende oder wenigstens die Toten zu finden, richteten sich schnell auf einen Straßentunnel im Katastrophengebiet. Während die Behörden schnell davon sprachen, dass niemand auch nur die Druckwelle überlebt haben könnte, die direkt vor der Eislawine durch das Tal rollte, hofften die Angehörigen lange auf ein Wunder: Sie begannen auf eigene Faust zu graben.
Erst später übernahm der Katastrophenschutzdienst MtschS die Leitung der Grabungs- und Bohrarbieten im Bereich des Tunnels, dessen Ausgänge etwa 50 Meter tief von der Eis- und Gerölllawine verschüttet wurden.
Insgesamt wurden 20 Stollen in die Tiefe getrieben, erst der vorletzte stieß am Dienstag auf Beton – den Tunneleingang. Daraufhin wurde in der Nähe eine weitere Bohrung gemacht. Doch steht die Sohle des Bohrlochs permanent unter Wasser, woraus die Spezialisten schließen, dass auch der Tunnel vier bis fünf Meter hoch überflutet ist. Und da es auch mit kräftigen Pumpen nicht gelingt, das Wasser abzusaugen, handelt es sich hierbei offenbar nicht um Schmelzwasser, sondern um einen unterirdischen Fluss in der neu entstandenen Gletscherzunge.
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Die amtlichen Bergungsspezialisten zweifeln deshalb jetzt, ob es jemals gelingen wird, den Tunnel zu inspizieren. Zunächst soll die Bohrung erweitert werden, um eine Videokamera hinunterlassen zu können.
(ld/rUFO)
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