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Ein Bad in einem kreuzförmigen Eisloch befreit von allen Sünden (Foto: www.newsru.com)
Ein Bad in einem kreuzförmigen Eisloch befreit von allen Sünden (Foto: www.newsru.com)
Mittwoch, 18.01.2006

Mitternächtliches Berufsfest der Eisbader

Moskau. Das Epiphanias-Fest, an dem orthodoxe Gläubige die Taufe Jesu Christi feiern, ist auch für Russlands Eisbader ein besonderes Datum. Denn für einen Tag wird das Wasser aller Flüsse und Seen Russlands heilig.

Bereits am Tag vor dem Fest segneten Priester in allen orthodoxen Kirchen Wasser, dass die Gläubigen in Kanistern und Krügen zum Gottesdienst mitbrachten. In der Christ-Erlöser-Kathedrale tauchte Patriarch Alexi II. ein großes silbernes Kreuz in ein Wasserbecken. Viele Familien bewahren das gesegnete Wasser, dem wundertätige Heilkraft zugesprochen wird, das ganze Jahr über auf.

Täufer-Frost in diesem Jahr besonders hart


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Daran, dass es rund um das Kirchenfest in Russland besonders kalt wird, ist eigentlich nichts Besonderes. Russische Meteorologen sprechen vom so genannten „Täufer-Frost“. In diesem Jahr dürften die außergewöhnlich niedrigen Temperaturen in Zentralrussland die Zahl der nächtlichen Eisbader allerdings stark begrenzen.

Sogar die Kirche empfiehlt selbst abgehärteten Gläubigen, dieses Mal auf das Untertauchen im eisig kalten Wasser zu verzichten. Bei erwarteten Temperaturen von minus 35 Grad raten auch Ärzte den Mitgliedern der so genannten „Walross-Clubs“, in der kommenden Nacht besser zu Hause zu bleiben.

Eine Gruppe von Dumaabgeordneten der Kreml-Partei „Einiges Russland“ hat dennoch angekündigt, bei jeder Witterung im Moskauer Silberwäldchen ein Bad zu nehmen. Der Gouverneur von Jaroslawl versprach, um Mitternacht in die Wolga zu steigen.

Eisbad als Buße für begangene Sünden


Dabei war der ursprüngliche Sinn des Eisbadens im Januar, sich von den Sünden der vorhergehenden Tage zu befreien. Denn auch nach der Annahme des Christentums hielten sich in Russland hartnäckig heidnische Bräuche:

Ausgerechnet in den Tagen nach dem orthodoxen Weihnachten versuchen viele sich Russen bis heute daran, mit Kaffeesatzlesen und anderen ganz und gar unchristlichen Wahrsagemethoden ihre Zukunft vorherzusagen.

Das Epiphanias-Fest am 6. Januar ist das älteste christlichen Kirchenfest mit einem festen Datum. Ursprünglich wurde an diesem Tag sowohl die Geburt, als auch die Taufe Jesu gefeiert. Außerdem galt das Datum als Beginn des neuen Jahres. In der katholischen Welt wurde das Fest im Laufe der Jahrhunderte mit neuem Inhalt gefüllt und ist in Deutschland inzwischen als Dreikönigstag bekannt.

(kp/.rufo)


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