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Mittwoch, 03.04.2002
Moskauer Miliz-General kämpft gegen Blaulichter
Moskau (rUFO/am). General Waldimir Fjodorow, der Chef der russischen Verkehrspolizei höchstpersönlich, blockiert schon den zweiten Tag in Folge den Verkehr auf dem Kutusow-Prospekt, einer Moskauer Hauptausfallstraße. Fjodorow kämpft gegen ein Übel, das gerade auf dieser Magistrale zwischen den Villenvierteln der neuen Elite im Westen Moskaus und der Innenstadt weit verbreitet ist: die illegale Nutzung von Blaulichtern und Spezialausweisen, die das Recht verleihen, die geltende Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten und andere Verkehrsregeln zu missachten.
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General Fjodorow musste persönlich reihenweise mit Blaulichtern ausgestattete Limousinen stoppen und gefälschte Ausweise einziehen. Für einen gewöhnlichen Milizionär würden die Wagen nämlich gar nicht erst stoppen. Der Erfolg der Aktion bleibt zweifelhaft. Auch Fjodorow konnte allerhöchstens einen Strafzettel über 200 Rubel ausstellen (7 Euro 35 Cent). Nicht einmal die illegalen Blaulichter darf er beschlagnahmen.
Ab dem 1. Juli brechen dann aber wirklich harte Zeiten für VIP-Verkehrssünder an. Ihnen droht nicht nur der Verlust ihres Blinklämpchens, sondern auch ein Gerichtsverfahren.
Die ersten beiden Tage der einwöchigen Aktion auf dem Kutusow-Prospekt zeigten dennoch Früchte. 106 gefälschte Ausweise wurden eingezogen, 26 Blaulicht-Nutzer verwarnt. Bei fünf Pkws zogen die Verkehrspolizisten die Spezial-Nummernschilder ein. Einige zehntausend Moskauer schließlich kamen zu spät zur Arbeit, weil während der Kontrollaktion der Verkehr auf dem Kutusow-Prospekt zusammenbrach.
In der nächsten Woche dann kann sich jeder Neue Russe sein Blaulicht wieder auf das Dach seines Jeeps oder gepanzerten Mercedes stecken.. Bis zum nächsten Ortseinsatz von General Wladimir Fjodorow. Oder bis zum 1. Juli.
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