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Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
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| Freitag, 30.07.2010 | |||
Neuer Skandal um Strip-Ministerin: Lebenslauf gefakt? |
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Veronika Kobalija ist 28 Jahre jung, superhübsch und seit fast einem Monat georgische Wirtschaftsministerin. Sie soll ein „Engel Saakaschwilis“ sein, also allein durch auf seine Initiative in das hohe Amt gekommen sein (Russland-Aktuell berichtete). Nun muss sie sich neue Anschuldigungen gefallen lassen. Auf der offiziellen Webseite des georgischen Wirtschaftsministeriums soll sie wissentlich falsche Angaben zu ihrem Werdegang gemacht haben, behauptet die kanadische Zeitung „The Vancouver Sun“. Sie schreibt dort, sie habe bei der Fernsehanstalt Global TV als Produzentin gearbeitet. Bei Global TV hat sie aber noch nie jemand gesehen, und in der Mitarbeiterkartei ist sie auch nicht zu finden, will das Blatt herausgefunden haben. Außerdem haben die Journalisten den Verdacht, Kobalija, die bis Februar 2010 in Kanada lebte, habe niemals das British Columbia Institute of Technology absolviert. Eine eiserne LadyIn der Universität wollte – unter Verweis auf die Geheimhaltung der Namen der Studierenden – niemand eine Auskunft geben. Verdächtig finden die Journalisten außerdem, dass der Lebenslauf der frischgebackenen georgischen Wirtschaftsministerin keine logische Linie aufweist. Erst habe sie im Gesundheitsschutz gearbeitet, dann sei sie plötzlich zum Fernsehen gewechselt und habe dort Unterhaltungsprogramme gemacht; danach zog es sie ins Marketing. Nach ihrer Rückkehr nach Georgien habe sie dann plötzlich eine Flüchtlingsschutzorganisation geleitet, um wenige Monate später an die Spitze des Wirtschaftsministeriums zu treten. Kobalijas Vater sagte gegenüber der Zeitung „The Globe and Mail“, Veronika habe vor ihrer Rückkehr in die Heimat als Direktorin der Familienbäckerei „European Breads Bakery“ gearbeitet. Es hätte ihn schon gewundert, dass sie plötzlich Wirtschaftsministerin geworden ist. Er zweifelt aber keineswegs an ihrem Erfolg. „Sie ist die Beste. Sie ist so etwas wie eine eiserne Lady“, weiß er zu berichten. Die Hand Moskaus?Kobalija selbst streitet alle Vorwürfe und Verdächtigungen ab. Sie sieht hinter allem eine von Russland angezettelte Verleumdungsaktion. „Ich verstehe sehr gut, dass heute Russland, die Machthaber in Russland und viele andere, die die Machthaber Russlands unterstützen, nicht an einer Entwicklung der georgischen Wirtschaft interessiert sind“, sagte sie am Donnerstag vor Journalisten in Tiflis. Den ersten Skandal um Kobalija – die Geschichte mit dem Nachtclub-Foto – hatten allerdings georgische Medien ausgelöst; in Russland fand er nur weitere Verbreitung. |