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| Seit vier Jahren macht Russland ausgiebig Weihnachts- und Silvesterferien. Zum Vorteil der Familie? (Foto: Archiv) | |
Freitag, 02.01.2009
Neujahr 2009: Lange Arbeitswoche nach zehn Tagen Ferien
Moskau. Die Russen können nach Silvester zehn Tage lang hintereinander weg feiern. Dann aber kommt eine sechs Tage lange Arbeitswoche. Dazu hatte Putin im November einen Erlass über eine „Sonntags-Verschiebung“ unterschrieben.
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Eine Feiertags-Reform 2004 spendierte den russischen Arbeitnehmern am Jahresbeginn gleich fünf arbeitsfreie Tage – und noch dazu den arbeitsfreien russichen Weihnachtstag am 7. Januar. Dabei werden nach dem russischen Arbeitsrecht auf Feiertage fallende Wochenend-Tage kompensiert – sprich nachgefeiert.
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Im Januar 2009 bedeutet dies, dass die Ferientage, die auf den Samstag und Sonntag am 3. und 4. Januar fallen, am 6. und 8. Januar „nachgeholt“ wird.
Mit anderen Worten gibt es Ferien vom 1.Januar bis zum 8.Januar.
Damit die Russen danach nicht am Freitag, den 9.1. für einen einzigen Tag zur Arbeit müssen, um dann anschließend wieder zwei Tage ins Wochenende zu gehen, verfügte Putin nun, dass dieser Freitag ebenfalls arbeitsfrei sein soll. Dafür muss dann aber am darauffolgenden Sonntag, dem 11.Januar gearbeitet werden.
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Nach den geschlagenen zehn Tagen gesetzlicher Neujahrsferien zu Jahresbeginn kommt also dann gleich eine Sechs-Tage-Woche auf die Arbeitnehmer zu.
Allerdings auch dies nur eingeschränkt. Denn weil der 13.Januar das Neujahrsfest nach dem alten Kirchenkalender ist, wird in vielen Betrieben erst nach diesem 13. Januar wieder langsam angefangen zu arbeiten.
Wobei erschwerend noch hinzu kommt, dass die meisten Firmen natürlich auch am 31.12. nicht mehr arbeiten. Mit anderen Worten - vom 31.Dezember bis zum 14.Januar sollte man in Russland keine Termine machen!
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Bisher sind die Russen noch nicht auf den Geschmack gekommen ... Die langen Neujahrsferien - und der Zwang zur Familie - sind bei der russischen Bevölkerung im übrigen längst nicht so beliebt, wie man es annehmen sollte. Viele können mit der Freiheit und mit sich selbst noch nichts anfangen.
Denn die wenigsten Menschen haben die Möglichkeit, in dieser Zeit eine vollwertige Urlaubsreise anzutreten – sondern sind zum Nichtstun und allenfalls zu gegenseitigen Familienbesuchen vergattert. Das Wetter ist schließlich Anfang Januar auch nicht unbedingt für Sonnenanbeter für lange Freizeitaktivitäten außer Haus geeignet.
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Besonders bitter für das Volk der Datscha-Besitzer ist dabei: Die Einführung der fünf statt bisher zwei arbeitsfreien Tage zum Jahresbeginn wurde dabei zum Teil durch die Streichung des bis dato arbeitsfreien 2. Mai ausgeglichen - den sonst immer alle auf der Datscha verbracht hatten.
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Das machte die für viele Kleingärtner weitaus produktiveren früheren „Mai-Ferien“ zwischen den Feiertagen am 1. Mai (Tag der Arbeit) und 9. Mai (Tag des Sieges) faktisch unmöglich.
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