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Der Lamborghini soll mit 220 km/h über die Schweizer Straßen gefegt sein - mit einem russischen Beamtensöhnchen am Steuer (Foto: tsr.ch)
Der Lamborghini soll mit 220 km/h über die Schweizer Straßen gefegt sein - mit einem russischen Beamtensöhnchen am Steuer (Foto: tsr.ch)
Dienstag, 24.11.2009
Aktualisiert 25.11.2009 18:38

Oligarchen-Söhne an Crash am Genfer See beteiligt

Genf. Zwei Söhne des Milliardärs Telman Ismailow – ehemals Inhaber des Tscherkisowski-Marktes – sind in den Unfall am Genfer See verwickelt, bei dem ein Russe mit einem Lamborghini einen Golf von der Straße fegte.

Bei dem Unfallfahrer selbst soll es sich um den 22 Jahre alten Sohn „eines hochrangigen russischen Staatsbediensteten“ handeln, berichtet heute die Zeitung „Kommersant“. Dies passt in das Bild von den korrupten russischen Ministern und Funktionären, die mit ihren Familien nicht von den vergleichsweise bescheidenen staatlichen Gehältern leben müssen.

Bisherigen Berichten zufolge hatten vier junge Leute aus Russland mit gemieteten Super-Autos zwischen Genf und Lausanne ein illegales Rennen ausgetragen. Dabei rammte ein Lamborghini Murcielago den VW Golf eines deutschen Rentners.

Der 70-jährige erlitt schwere Verletzungen. Der Lamborghini-Fahrer soll 1,1 Promille Alkohol im Blut gehabt haben. Sein Name wurde nicht genannt.

Die Fahrer taten so, als würden sie sich nicht kennen


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Laut der Zeitung wurden zwei der anderen Autos, ein Bugatti Veyron sowie ein Mercedes McLaren, von den Ismailow-Söhnen Alikper und Sarchan gesteuert. Bei einer Vernehmung der Polizei sollen sie ausgesagt haben, dass sie den Lamborghini-Fahrer nicht kennen und ihm lediglich geholfen haben, aus dem Wrack seines Sportwagens zu kommen.

Da gegen die beiden Zeugen keine Beschuldigungen erhoben wurden, konnten sie danach die Schweiz verlassen. Sie flogen anschließend mit einem Privat-Jet zu ihrem Vater nach Istanbul. Aus dem Umfeld von Telman Ismailow sei zu dem Vorfall keine Stellungnahme zu erhalten, so die Zeitung.

Crash bei Aufholjagd nach Fehlstart


Dem Bericht zufolge hatten die vier jungen Russen zunächst in einem Luxushotel am Rande Genfs getafelt. Dann starteten sie zu ihrer gemeinsamen „Ausfahrt“. Während drei der Street-Racer noch über eine auf gelb umschaltende Ampel fuhren, verpasste der Lamborghini-Fahrer den Start. Anschließend soll er versucht haben, die anderen drei Super-Autos einzuholen. Dabei kam es beim Überholen des Golfs zum Unfall.

Wer der vierte Fahrer am Steuer eines Porsche Cayenne Turbo gewesen sein soll, ging aus dem Bericht nicht hervor.



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