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| Samuel Kobia und Alexi II. (Foto: Wlassow/ Pressedienst des Patriarchen) | |
Mittwoch, 22.06.2005
Patriarch kritisiert liberale Moral im Westen
Moskau. Der russische Patriarch Alexi II. hat bei einem Treffen mit dem Generalsekretär des Weltkirchenrates (ÖRK), dem Kenianer Sam Kobia, vor einer Verwässerung der Moral durch den Westen gewarnt.
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Die liberale Interpretation der christlichen Moralgesetze behindere zudem die Einheit der Kirchen, sagte der orthodoxe Patriarch am Dienstag in Moskau. „Die Unterschiede in der Glaubenslehre und im praktischen Kirchenleben werden immer großer“, so Alexi II. weiter.
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Gemeinsam gegen Extremisten
Die Orthodoxen kritisieren seit Jahren die liberale Haltung westlicher Kirchen etwa zur Homosexualität oder die protestantische Praxis der Ordination von Frauen zu Pfarrerinnen. Unter anderem wegen unterschiedlicher theologischer Auffassungen war es zwischen Orthodoxen und Protestanten wiederholt zu schwer wiegenden Spannungen im Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf gekommen, der 347 Kirchen in mehr als 120 Ländern repräsentiert.
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Die Kirchen mussten unabhängig von bestehenden Differenzen ihre Bemühungen zur Überwindung ihrer Gegensätze fortsetzen, betonte der Patriarch jetzt bei dem Treffen mit dem Kenianer und methodistischen Pfarrer Kobia, der den ÖRK seit Januar 2004 leitet. Die gemeinsame Arbeit der Kirchen sei vor allem bei der Friedenssicherung und beim Kampf gegen religiösen Extremismus gefordert, so Alexi: „Jedes Verbrechen im Namen der Religion ist ein Verbrechen gegen die Religion.“
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Kobias erster Russlandbesuch als ÖRK-Generalsekrätar dauert noch bis Freitag. Bei dem Treffen wurdigte Alexi die Unterstützung des Weltkirchenrates für die Russische Orthodoxe Kirche während der Sowjetzeit. Die Russische Orthodoxe Kirche gehört dem 1948 gegründeten Weltkirchenrat seit 1961 an.
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(epd/kp)
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