Montag, 06.01.2003

Patriarch und Putin wünschen frohe Weihnachten

Patriarch Alexij II. (Foto: Rossia)
Moskau. Am Vortag des orthodoxen Weihnachtsfests hat der russische Patriarch Alexij II. allen Gläubigen ein friedliches, schöpferisches und erfolgreiches Jahr gewünscht. Die Kirche wolle „mit allen Kräften dabei helfen, den Menschen ein geistiges Rückgrat zu bilden“, so der Patriarch. Auch Präsident Putin, derzeit im Ski-Urlaub im Ural, wünschte allen Christen frohe Weihnachten. Weihnachten sei ein Fest, dass Millionen Menschen Frieden und Hoffnung bringe, sagte Putin.
Patriarch Alexij äußerte in seiner Ansprache große Sorge um die Jugend. Viele Kinder seien vernachlässigt und verwahrlost. „Unsere Jugend gerät in die Fänge uns fremder Lehren, wird geistig und körperlich verführt, Alkohol und Drogen breiten sich aus“, erklärte er. Die Kirche sei bereit, dem Staat bei der friedlichen Lösung von Konflikten zu helfen.

Mit festlichen Gottesdiensten beginnen am Montag die Weihnachtsfeiern der orthodoxen Christen in Russland und anderen Ländern Osteuropas, in denen die Kirche weiter am alten julianischen Kalender festhält. Erst am Wochenende hatte Metropolit Kirill, der Leiter des kirchliches Außenamtes, im Gespräch mit Lesern der Tagseszeitung „Iswestija“ erklärt, die orthodoxe Kirche werde auf absehbare Zeit nicht zum grigorianischen Kalender übergehen. Die Gläubigen könnten es nicht nachvollziehen, wenn die Kirche mit ihren Traditionen brechen würde, so Kirill.

(rUFO/kp).