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Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
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| Montag, 14.02.2005 | |||
Projekt an der Narwa: Aquapark für Grenzgänger |
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Im Rahmen eines gemeinsamen russisch-schwedisch-estnischen Projektes wurde jetzt ein städtebauliches Gutachten über den Bau des Badeparks zwischen der estnischen Stadt Narwa und dem russischen Iwangorod abgeschlossen. Das Freizeitzentrum soll dabei so im Tal des Grenzflusses Narwa platziert werden, dass die Besucher von beiden Seiten her visafreien Zugang haben – sowohl aus Russland wie auch aus dem EU-Neumitglied Estland. Neben diversen Badeattraktionen soll der Komplex auch ein Hotel und ein Kongresszentrum umfassen. Die kommunalen und regionalen Behörden auf beiden Seiten der Grenze erhoffen sich von dem vorerst „Waterjoy“ getauften Großprojekt neue Arbeitsplätze und eine Belebung des Tourismus im Raum Narwa. Bislang lockt die Gegend nur mit den beiden alten Grenzfestungen, die dies- und jenseits des Flusses die historische Demarkationslinie zwischen Russland und dem Baltikum markieren. Rechtliche Fragen wie auch der potentielle Markt eines solchen grenzüberschreitenden Freizeitobjektes seien bereits geprüft worden, so die Lenoblast-Verwaltung. Suche nach Geld und politischem Rückhalt Das städtebauliche Gutachten sei aber nur ein erster Schritt zur Realisierung des leicht phantastisch klingenden Grenzgänger-Projektes: Es stellt momentan die einzige Grundlage dar, auf der nun sowohl potentielle Investoren wie auch die Regierungen der beiden beteiligten Staaten für die Idee gewonnen werden sollen. Dies dürfte nicht einfach werden. Denn noch ist es schwer vorstellbar, dass Brüsseler Schengen-Gralshüter und das sehr auf seine Visagebühren erpichte Moskauer Außenministerium es zulassen könnten, dass in Zukunft Russen und EU-Esten mit nichts als einer Badehose bekleidet über die Staatsgrenze paddeln dürfen - einfach so zum Spaß. (ld/.rufo) |