Dienstag, 20.02.2007

Putin will Umweltschützer bei Olympiade einbeziehen

Sicherte den Umweltschützern eine gute Zusammenarbeit zu: Wladimir Putin. (Foto: ria novosti)
St. Petersburg. Gleichzeitig mit der Olympia-Komission besuchte Präsident Wladimir Putin heute Sotschi, um die Vorbereitungsarbeiten am möglichen Durchführungsort der Winterspiele 2014 zu inspizieren.
Er besichtigte unter anderem das Skigebiet von Krasnaja Poljana, wo ein Grossteil der Wettkämpfe vorgesehen sind. Der Skiort, der auf zirka 1500 Meter über Meer liegt, bietet Möglichkeiten für alpine Skirennen, Biathlon und Skispringen. Zur Inspektion Putins gehörte auch die Fahrt in einer geschlossenen Kabine der neuen Luftseilbahn auf den Berg Psechako, schreibt Itar Tass.

Krasnaja Poljana zu Sowjetzeiten Top-Skiort


Das Skigebiet von Krasnaja Poljana war während der Sowjetzeit ein sehr beliebtes Wintersportzentrum, geriet aber in den Neunzigerjahren gegenüber den Skiorten in den Alpen ins Hintertreffen. Die Kandidatur für die Winterolympiade 2014 verschafft der Region willkomene Publizität und Investitionen, um wieder zu einer führenden Destination zu werden.

Doch nicht alle freuen sich über die Olympia-Perspektiven, so haben Umweltschützer, darunter der russische WWF und die links-grüne Jabloko-Partei, in den vergangenen Monaten vermehrt gegen die geplanten Projekte protestiert.

Bei seinem Besuch sicherte ihnen Putin zu, dass ihre Anliegen Gehör finden würden. “Wir haben bereits gute Kontakte zu russischen und internationalen Umweltorganisationen geknüpft”, sagte er gegenüber Journalisten. “Es wäre ein Riesenfehler, wenn ihre Meinung bei der Vorbereitung nicht einbezogen würde.”

Am 7.Juli wird entschieden


Am selben Tag begannen auch die Mitglieder des internationalen Olympia-Komitees ihre Besichtigung des Geländes um Sotschi. Anhand ihres Prüfungsberichts wird das IOC am 7. Juli in Guatemala-Stadt seine Wahl unter den drei Kandidaten Sotschi, Salzburg und dem südkoreanischen Pyeongchang treffen. (eva/.rufo)