|
Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
|
| Dienstag, 04.03.2008 | |||
Rechtsextremistische Verbrechen nehmen weiter zu |
|||
|
|||
Alexander Brod, Leiter des Moskauer Büros für Menschenrechte, sieht die wirkliche Zahl der Überfälle und Opfer als „drei bis vier Mal so hoch“ an. Besonders auffällig sei der gewalttätige Rechtsextremismus in St. Petersburg und der Region um Moskau herum.Es wird inzwischen darüber gesprochenErkannt hat man die tiefen Wurzeln des Fremdenhasses bisher nur in Moskau und St. Petersburg. Und auch da, so glauben die Menschenrechtler, beruhe der Kampf dagegen oft auf dem subjektiven Interesse einzelner Staatsanwälte oder Untersuchungsrichter. Positiv ist aber gewiss, dass dieses tiefe Problem endlich thematisiert wird. Oft kommen aus rassistischer Motivation verübte Verbrechen gar nicht zur Anzeige. Viele der Opfer leben illegal in Russland und/oder trauen der Miliz nicht. Leider gibt es aber auch viele, die sich mit der Gewalt abgefunden haben und einen Fausthieb nicht als Grund nehmen, die Polizei einzuschalten. Ebenso gibt es immer noch Milizionäre, die sich weigern, rechtsextreme Gewalt zur Kenntnis zu nehmen und die Annahme von Anzeigen verweigern. |