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Auf russischen Flughäfen - wie hier Pulkovo in St. Petersburg - wurden die Kontrollen teilweise verschärft. (Foto: ld/rufo)
Auf russischen Flughäfen - wie hier Pulkovo in St. Petersburg - wurden die Kontrollen teilweise verschärft. (Foto: ld/rufo)
Freitag, 11.08.2006

Terror: Russlands Flughäfen verschärfen Kontrollen

St. Petersburg. Nach der Vereitelung geplanter Terrorakte in London verstärkt auch Russland die Sicherheitsmaßnahmen im Flugverkehr. Von der Schließung der Londoner Flughäfen waren russische Airlines kaum betroffen.

Die beiden Donnerstagsflüge von Aeroflot von Moskau nach London und zurück hatten kaum unter der Schließung von Heathrow zu leiden, denn die Ankunft- und Abflugzeiten lagen jeweils vor und nach der anberaumten Schließungsfrist.

Transaero musste dagegen leichte Verspätungen in Kauf nehmen. Schlechter erging es den Passagieren, die mit British Airways nach Moskau wollten. Beide Flüge wurden storniert. Eine russische Schülergruppe konnte auf den Abendflug von Aeroflot umbuchen. Der Flug von British Airways nach Jekaterinburg startete mit Verspätung.

Aeroflot erfüllt Forderungen der USA


Das russische Verkehrsministerium hat inzwischen die Flughäfen des Landes aufgefordert, die Sicherheitskontrollen zu verstärken. Der Moskauer Flughafen Domodedowo hat jedoch nur für Transitflüge der British Airways Sonderkontrollen anberaumt. Pulkowo in Petersburg verschärft die Kontrollen des Handgepäcks.

Bei Russland-Aktuell
• Russland: Flugverkehr aus und nach London beschränkt (10.08.2006)
• Moskauer Flughafen: Terroristen waren betrunken (27.07.2006)
• Russland zieht Konsequenzen aus der Flugkatastrophe (10.07.2006)
Wer mit Aeroflot aus Russland in die USA fliegt, muss allerdings jede Art von Flüssigkeit und von elektronischen Geräten, auch Handys, als Gepäck aufgeben. Diese Forderung erhob am Donnerstag die Luftfahrtbehörde der USA, nachdem in London eine Terrorserie vereitelt werden konnte, die mit Flüssigsprengstoff ausgelöst werden sollte.

Die Duty Free-Shops haben das Nachsehen


Der buchstäblich in letzter Minute abgewendete Versuch, mit Flüssigsprengstoff Flugzeuge zu sprengen, könnte ganz unerwartete Opfer haben, nämlich die bei vielen Fluggästen sehr beliebten Duty Free-Shops. Sollte das Verbot, Flüssigkeiten im Handgepäck zu transportieren, andauern, könnten die zollfreien Geschäfte dichtmachen.

Dieser Ansicht ist Michail Dsamaschwili, Generaldirektor von Aerofirst (Moscow Duty Free in Scheremetjewo): „Gerade nach Parfümerie und alkoholischen Getränken ist die Nachfrage der Käufer am größten.“

(sb/.rufo)


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