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| Zerstörtes Haus in Grosny. Foto: rUFO | |
Donnerstag, 13.03.2003
Wiederaufbaugeld fließt in Beamtentaschen
St. Petersburg. Ein Bericht des geschäftsführenden Staatsanwalts von Tschetschenien, Wladimir Krawtschenko, bringt es ans Licht: Immense Summen für den Wiederaufbau der kriegsgebeutelten Teilrepublik Russlands fließen vorbei an den wirklichen Adressaten und hinein in die Taschen von Beamten und Geschäftsleuten. Die Zahlen beeindrucken: 128 Millionen Rubel (ca. 3,7 Millionen Euro) wurden im letzten Jahr auf die Seite geschafft. Zudem flossen 700.000 Tonnen Öl illegal außer Lande.
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Wie Newsru.com berichtet, geriet das als geheim eingestufte Dokument mit diesen Zahlen, das Anfang März vor Mitarbeitern des Innenministeriums verlesen wurde, nun an die Öffentlichkeit. Daraus geht hervor, dass Wirtschaftsverbrechen in Tschetschenien mit jedem Jahr zunehmen. Angesichts der kräftigen Wiederaufbauhilfe, die aus Moskau fließt, mag das kaum verwundern.
Im laufenden Jahr 2003 pumpt die russische Regierung nach Angaben des Vorsitzenden von Gosstroj, Nikolai Koschman, 20 Milliarden Rubel (ca. 578 Millionen Euro) in die Wiederstandsetzung der kriegszerrütteten Wirtschaft Tschetscheniens. Pro Kopf sind es 700 Dollar. Von denen kriegen die einfachen Bürger der Republik aber wohl kaum etwas zu sehen, wie Krawtschenkos Bericht wieder einmal anschaulich unter Beweis stellt.
(sb/rUFO)
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