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| Das Bündnis von Russland, China und den Staaten Mittelasiens nimmt Formen an (Foto: Vesti/newsru.com) | |
Mittwoch, 14.06.2006
„Shanghai Gruppe“: Iran drängt in den "Ost-Block"
Moskau. In China hat am Mittwoch das Gipfeltreffen der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)“ begonnen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Land, das noch gar nicht Mitglied der Allianz ist – der Iran.
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Der iranische Präsident Machmud Achmadinedschad würde für die Islamische Republik gerne eine Vollmitgliedschaft in der Organisation durchsetzen, die sich mittelfristig zu einem asiatischen Gegenspieler der Nato entwickeln könnte. In Shanghai trifft sich Achmadinedschad am Donnerstag erstmals auch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin.
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Terroristensponsor bei Anti-Terror-Organisation?
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Der Auftritt des Iraners überschattete den Gipfel bereits im Vorfeld. „Es ist unklar, warum eine Organisation, die ihre Absage an alle Formen von Terrorismus deklariert, auf ihre Sitzung einen der Terror-Hauptsponsoren der Welt ruft“, kritisierte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld das Treffen. Zweifellos wird das iranische Atomprogramm auch ein zentrales Thema aller Gespräche werden.
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Der kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew spreche sich dennoch bereits offiziell für eine Vollmitgliedschaft des Iran aus, so die Moskauer Zeitung „Wedomosti“. Allerdings gilt ein solcher Schritt vorerst als unwahrscheinlich. Der Iran wird sich, ebenso wie Indien, Pakistan und die Mongolei vorerst weiter mit seinem Beobachterstatus begnügen müssen.
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Die Mitgliedsstaaten wollen in Shanghai eine Reihe neuer Strukturen für die SOZ schaffen. So soll das Amt eines Generalsekretärs eingerichtet werden, das in den kommenden Jahren zunächst ein Kasache bekleiden soll. Alle Staatschefs trafen im Laufe des Mittwochs in Shanghai ein. Wladimir Putin wurde auf dem Flughafen von chinesischen Pionieren mit roten Halstüchern empfangen.
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Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit war vor fünf Jahren von Russland, China, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan gegründet worden. Usbekistan trat der SOZ später bei. Erklärte Ziele der Organisation waren zunächst die Sicherheit in Mittelasien und der Kampf gegen den Drogenhandel. Inzwischen verbinden freilich immer mehr Politiker der Mitgliedsstaaten die SOZ mit der Hoffnung auf eine erhebliche Veränderung des globalen geopolitischen Gleichgewichts zuungunsten der USA.
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(kp/.rufo)
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