Dienstag, 23.04.2013

Antwort auf US-Raketenschirm - russische Luftwaffe bei Brest

Neben den S-400 Raketen sind die S-300 die wichtigsten Systeme in der russischen Raketen- und Luftabwehr. (Foto: Archiv)
Minsk. Russland wird in Weissrussland ab 2013 einen Luftwaffenstützpunkt aufbauen und S-300 Luftabwehrraketen stationieren. Das ist ein Teil der Reaktion auf den US-Raketenschirm - und offenbar auch Teil der Verschlechterung der internationalen Wetterlage.
Bei einem Arbeitsbesuch in der weissrussischen Hauptstadt Minsk erklärte heute der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, dass noch in diesem Jahr eine erste Rotte von Abfangjägern in Weissrussland stationiert werden solle.

Bis 2015 solle es einen vollwertigen Luftwaffenstützpunkt in Weissrussland geben, auf dem ein ganzes Luftwaffenregiment stationiert werden solle.

Im Jahre 2014, so sagte Schoigu bei einem Treffen mit dem weissrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, sollen vier Divisionen der modernen Luftabwehrraketen S-300 in Weissrussland Stellung beziehen. Dies war von Lukaschenko und Putin vereinbart worden.

Putin hatte in den vergangenen Jahren mehrfach ähnliche Reaktionen angekündigt, wenn die USA bei ihren Raketenschirmplänen nicht zu Kooperation bereit seien.

Russland hält die US-Abwehrraketenschirme, die der Peripherie zu Russland installiert werden sollen, für eine Bedrohung der eigenen Sicherheit, weil sie das russische atomare Gegenschlgaspotential neutralisieren und so das atomare Patt aushebeln würden.

Im Gebiet Kaliningrad sollen Iskander-Raketen stationiert werden, die in der Lage wären, US-Radaranlagen in Polen zu bekämpfen.
Die mobilen S-300-Luftabwehrraketen haben eine Reichweite von etwa 200 km und können alle Arten von Luftzielen bis hin zu ballistischen Mittelstreckenraketen bekämpfen.