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| Robert Gates (rechts) und Anatoli Serdjukow konnten sich in Moskau nicht über den Raketenschild einigen (Foto: TV) | |
Montag, 23.04.2007
Gates verteidigt in Moskau US-Raketenpläne
Moskau. US-Verteidigungsminister Robert Gates hat bei seiner Moskau-Visite den geplanten Raketenschild in Osteuropa verteidigt. Russland stellte er eine Partnerrolle in Aussicht. Die Gegensätze bleiben dennoch bestehen.
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Auch nach den Verhandlungen zwischen Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow und seinem amerikanischen Kollegen Robert Gates sind Washington und Moskau unterschiedlicher Auffassung über die Stationierung eines Raketenabwehrschilds in Polen und Tschechien. „Das strategische Raketenabwehrsystem ist ein ernsthafter Destabilisierungsfaktor, der bedeutende Auswirkungen auf die regionale und globale Sicherheit hat“, sagte Serdjukow anschließend.
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Russlands Partnerrolle nebulös
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Gates hingegen versicherte erneut, dass die Raketen in Osteuropa nicht gegen Russland, sondern gegen „potentielle Aggressoren“ aus dem Nahen Osten und Südostasien gerichtet seien. „Wir laden Russland ein, sich unseren Verteidigungsbemühungen als Partner anzuschließen“, sagte Gates. Diese Partnerschaft bleibt allerdings den Vorstellungen Washingtons nach eng limitiert. Potentiell seien gemeinsame Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Raketenabwehr möglich, sagte Gates.
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Zudem schlug der Pentagon-Chef vor, Informationen über geplante Raketenstarts auszutauschen und während Friedensmissionen gemeinsam das Raketenabwehrsystem zu nutzen. Von einer Einbeziehung Russlands in den amerikanischen Raketenschild ist jedoch keine Rede.
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Streitpunkte weiter offen, aber Diskussion ist in Gang gekommen
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So wird sich die Diskussion über den Raketenschild zwischen Kreml und dem Weißen Haus fortsetzen. Ein Durchbruch in den Verhandlungen ist nicht in Sicht, auch wenn der US-Verteidigungsminister versprach, dass die Zeiten des Kalten Kriegs endgültig vorbei seien.
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Zumindest ist inzwischen eine offene Diskussion über den Raketenschild in Gang gekommen. Gates traf während seines Besuchs auch Russlands Präsident Wladimir Putin, der sich zufrieden über den beginnenden Dialog zeigte. So ist noch vor dem G-8 Gipfel in Heiligendamm, bei dem sich Bush und Putin treffen wollen, eine Visite von US-Außenministerin Condoleezza Rice in Moskau geplant.
(ab/.rufo/Moskau)
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