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| Wie weit der Iran sein Raketenprogramm entwickelt hat, ist unbekannt. (Foto: newsru.com) | |
Montag, 26.02.2007
Iranischer Raketenstart – eine kosmische Ente?
St. Petersburg. Gestern hat der Iran nach eigenen Angaben erstmals eine Raktete in den Weltraum geschossen. Obschon viele der Nachricht misstrauen, gelang es dem Iran mit diesem Bluff erneut, die Weltpolitik zu alarmieren.
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Gestern gab das iranische Staatsfernsehen den Start einer Weltraumraktete bekannt, die Material zu militärischen und wissenschaftlichen Forschungszwecken transportiert habe. Kurze Zeit später wurde erklärt, es habe sich um eine meteorologische Forschungsrakete gehandelt.
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“Kosmische Ente abgeschossen”
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Nicht nur wegen diesen verdächtig widersprüchlichen Meldungen kamen viele zum Schluss, dass es sich bei dem Start vermutlich um reine Propaganda handelt. Wie das russische Verteidigungsministerium meldete, hat keines seiner Überwachungssysteme einen Raketenstart auf iranischem Territorium registriert. Die Tageszeitung “Kommersant” schrieb heute, der Iran habe eine “kosmische Ente” abgeschossen.
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Immerhin gelang es dem Iran aber, mit seiner ambitiösen Show ein weiteres Mal die Weltöffentlichkeit auf zu schrecken. Denn selbst wenn der Stand der iranischen Raketenforschung noch nicht für ein eigenes Weltraumprogramm ausreicht, so könnte das Land immerhin bereits eigene Interkontinentalraketen entwickeln.
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Klima im Atomstreit zusätzlich angeheizt
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Die Raketenmeldung heizte auch das Klima an den neuen Gesprächen über das iranische Atomprogramm an, die heute in London begannen. Diplomaten der fünf ständigen Vertreter im Uno-Sicherheitsrat sowie Deutschlands beraten über mögliche Sanktionen gegen den Iran, nachdem sich dieser erneut über ein Ultimatum der Uno hinweggesetzt hat.
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Lawrow besorgt über amerikanisches Säbelrasseln
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Zwar spricht man bisweilen erst von möglichen Reisebeschränkungen für iranische Atom-Spezialisten, doch rasseln die USA schon unüberhörbar mit dem Säbel und die Fronten scheinen sich neu zu verhärten.
Im Golf von Oman kreuzt seit dem 19. Februar der Flugzeugträger "USS John C. Stennis". Die USA sollen einen Planungsstab für den Iran eingerichtet haben. Bei seinem Besuch in Australien hat US-Vizepräsident Dick Cheney einen Angriff auf den Iran nicht ausgeschlossen.
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Neben sieben einflussreichen arabischen Staaten steht auch Russland klar für eine Lösung auf dem Verhandlungsweg ein und warnt vor einem weiteren Krieg. Bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin drückte der russische Aussenminister Sergej Lawrow heute seine Besorgnis über die Spekulation der USA um einen Angriff auf den Iran aus, die immer häufiger auftauchten. (eva/.rufo)
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